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GC Handball | GC Squash | 23.03.2018

SQUASH | GC CUP WELTWEIT ÜBERTRAGEN

Die besten Squash-Spieler der Welt trafen sich ein weiteres Mal in Zürich und kämpften um 100‘000 USD Preisgeld. Der Super Event aus Zürich wurde weltweit live übertragen.Die Cracks zeigten im Glascourt hervorragenden, begeisternden Sport. Nach tollen Qualifikationsspielen, Viertel- und Halbfinals hatten sich mit Ramy Ashour und dem Weltranglisten-Ersten Mohamed Elshorbgy zwei Ägypter für den Final qualifiziert und demonstrierten damit einmal mehr die Dominanz der Pharaonen. Vor rund 500 begeisterten Zuschauern konnte sich schliesslich Ramy Ashour als Gewinner des Grasshopper Cup 2018 feiern lassen. 

Schweizer Top-Crack früh ausgeschieden

Bald schon gab's einen Wermutstropfen:  Der Schweizer Crack Nicolas „Nici“ Müller schied bereits in der 1. Runde aus, allerdings gegen den topgesetzten Franzosen Gregory Gaultier (World Ranking 2). Müller (29), im World Ranking auf 18, verpasste die Chance, den aus einer Verletzung kommenden Favoriten und letztjährigen Gewinner des GC Cup, Grégory Gaultier zu „packen“. Zu routiniert trat der Franzose im Zürcher Glascourt auf. Auch als Müller im zweiten Satz 9:8 in Führung lag, konnte er Gaultier nicht bezwingen. „Ein nur zweiprozentiges Nachlassen in der Konzentration nützt Greg gnadenlos aus“. Nic Müller ist aber mit seinem Auftritt nicht unzufrieden, immerhin forderte er den Franzosen während 40 Minuten. „Greg hat mich auch schon mal nach zehn Minuten rausgeschossen...“ Jetzt konzentriert sich Nicolas Müller auf sein Ziel, sich im World Ranking zu verbessern. Er arbeitet mit seinem Trainingspartner, dem Deutschen Simon Rösner, der am Grasshopper Cup in den Viertelfinals gegen den Ägypter Ramy Ashour augeschieden ist. „Simon und ich haben schon in den letzten Monaten extrem gut miteinander gearbeitet, in den Trainings pushen wir uns jeweils gegenseitig bis ans Limit“, äusserte sich Nicolas Müller im Turnier-Magazin über sein Verhältnis zu Simon Rösner.

Marathon-Spiel

Der 35-jährige topgesetzte Gregory Gaultier rang in den Viertelfinals Mohamed Abouelghar (Ägypten) in 90 Minuten nieder. Präsident GC Squash Rolf Meyer war vom im Glascourt Gebotenen entzückt und überzeugt, wohl die „spannendste, technisch hochstehende und ausgesprochen an der Physis und Konzentration zehrenden Partie“ gesehen zu haben. In den Halbfinals war dann für den Franzosen Endstation. Er musste sich dem, wegen seines kunstvollen Spiels „The Artist“ genannt, Ramy Ashour geschlagen geben, der schliesslich auch den rein ägyptischen Final gegen die Weltnummer eins Mohamed Elshorbgy in 50 Minuten und drei Sätzen gewonnen hat. Damit unterstrich der Klassespieler Ashour, nach überstandenen Verletzungen wieder an seine alte Stärke anknüpfen und sich im Ranking wieder nach vorne arbeiten zu können. Zur Zeit belegte er lediglich Platz 10.

Am Finalwochenende gab’s zudem ein aussergewöhnliches Schmankerl: Neben den aktuellen Weltklassespielern zeigten mit David Palmer, Peter Nicol, Peter Marshall und Lee Beachill, allesamt ehemalige Nr. 1 der Weltrangliste und Gewinner der grössten Turniere der PSA World Tour, dass sie noch nichts verlernt haben. Sie boten Spektakel pur.

Neue Location ein Erfolg

Zum ersten Mal fand der Grasshopper Cup, das bedeutendste Squash-Turnier Kontinental-Europas in der Eventhalle 622 der Maag Gruppe in Zürich-Oerlikon statt, die sich durch optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr auszeichnet. Sie verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur wie abgetrennte Hallen inkl. ausgebautem Barbereich, Garderoben, VIP-Estrade, Erfrischungsräume etc. Zudem haben die Veranstalter um OK Präsident Steve Buchli den Marktauftritt wie Homepage, Key-Visual, Logo, Promotion etc. professionalisiert. Vorbei ist die Zeit, als der Anlass unter verschiedenen Bezeichnungen und Schreibweisen promotet wurde. Dass der Grasshopper Cup jeweils auch zum tollen Anlass wird, ist den ungezählten Helfern der GC Sektion Squash und der übrigen Schweizer Squash Gemeinschaft zu verdanken, die die gesamte Infrastruktur jeweils auf- und wieder abbauen und den Betrieb garantieren. Aber auch die Sponsoren leisten einen wertvollen Beitrag, ohne den dieser Grossanlass nicht gestemmt werden könnte. Die GC Squash wirkt mit dem aussergewöhnlichen Event auch als hervorragender Markenbotschafter: Dank Live-Übertragung wird weltweit auf die Marke „Grasshopper Club“ aufmerksam gemacht.

Der Grasshopper Cup 2018 gehört der Vergangenheit an, die Squash-Freunde freuen sich bereits auf die Ausgabe 2019 – vielleicht wieder mit der einen und anderen Neuerung und Überraschung.

Eugen Desiderato