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GC Gesamtclub | 29.03.2019

GC GESAMTCLUB | GC IN 75 SEKUNDEN

Im Februar präsentierte der GC Zentralvorstand einen Clip, der die 12 Sektionen des grössten polysportiven Clubs der Schweiz in 75 Sekunden in bewegten Bildern vorstellt, nur von Musik und wenigen Untertiteln ergänzt. Inzwischen ist der Clip auf den verschiedensten Plattformen aufgeschaltet und wird eifrig angeklickt. 

GC IMAGE-FILM

Geri Aebi, im GC Zentralvorstand zuständig für die Kommunikation, ging schon lange mit dem Gedanken schwanger, einen sektionsübergreifenden Image-Film zu realisieren, der breit eingesetzt werden kann. Dabei ging es ihm nicht darum, die 132-jährige Geschichte des Grasshopper Club in bewegten Bildern zu zeigen, sondern es sollte das breite Sportarten-Spektrum des im grössten polysportiven Sportclub des Landes praktizierten Sportarten gezeigt werden. Gesucht wurde eine inhaltliche und/oder formelle Idee, die sich als roter Faden durch den Film zieht und ihn „zusammenhält“. Gesucht war aber auch ein oder mehrere geeignete Partner für die Realisierung. Gefunden wurde beides: Die beiden für das GC TV tätigen Jungregisseure und Neoproduzenten Kim Meier und Nico Malzacher nahmen sich der Aufgabe an. Als „roten Faden“ wählten sie das „Spielgerät“, das von einer zur nächsten Szene weitergegeben wird und in der Regel von einem Protagonisten der jeweiligen Sportart aus dem Bild geschossen und von einem der nächsten aufgefangen wird: erst Bälle, dann Puck und Curling-Stein, bis schliesslich die Ruderer den Abschluss bilden. Entstanden ist ein schnell geschnittenes Potpourri einzelner Szenen, die vom technischen Kabinettstückchen bis zum krachenden Bodycheck reichen. Der Clip kommt ohne ergänzende Erklärungen aus. 

Jungfilmer haben Blut geleckt

Ganz wie die Jungfrau zum Kind kamen die beiden Neofilmer Kim Meier (26) und Nico Malzacher (25) nicht zum Projekt „GC Image Clip“. Sie sammelten seit einiger Zeit beim 86TV Erfahrung im Video-Bereich. Aber das Erarbeiten des Konzepts, die Erstellung des Drehbuchs, die Organisation und Realisierung des Projekts bedeutete für sie doch Neuland. Sie, die bei GC beim GC Radio arbeiteten, Nico war sogar Mitbegründer. Später absolvierten dann beide bei GC Fussball ein Praktikum als Video Journalist („Wir haben uns vieles autodidaktisch erarbeitet“, Nico Malzacher) und betreuen seither das 86TV und produzieren in der Regel wöchentlich einen Clip, meist Match-Vorschauen, je nach anstehender Marketing-Projekte auch mehrere, verkaufsunterstützende Filmchen, die über die Sozialen Medien verbreitet werden. Der GC Image Film war dann aber schon eine ganz andere Hausnummer. 

Kim Meier studierte Soziologie und Ethnologie und ist inzwischen zu hundert Prozent als Kommunikations-Mitarbeiter bei der Grasshopper Fussball AG angestellt. Nico Malzacher, Sohn des ehemaligen Spielers Max Malzacher, der u.a. mit GC 1973 den Meistertitel gewann), steckt im Master Studium in Englisch und Philosophie und begann auch noch das Lehrdiplom-Studium mit dem Ziel, später am Gymnasium seine Studienfächer zu unterrichten. „Sicher ist noch nicht‘s...“, so Nico. Bei der Grasshopper Fussball AG ist er zu 20 Prozent angestellt. Daneben ist er in Teilzeit als Korrektor bei einem Online Portal tätig. 

Klare Rahmenbedingungen

Die von Geri Aebi vorgegebenen Rahmenbedingungen: Die zwölf Sektionen sollen unterhaltsam dargestellt werden, der Clip darf nicht länger als zwei Minuten sein, er muss ohne grosse Erklärungen auskommen. Kim Meier und Nico Malzacher nahmen die Herausforderung an, erarbeiteten einige Konzepte. Nico: „Niemand wollte einen „Chaos-Zusammenschnitt“ verschiedenster Spielszenen. Deshalb suchten wir ein narratives Element, das die verschiedenen Sektionen bzw. Sportarten verbindet.“ Gefunden haben sie es im Spielgerät. Jetzt galt es, die Detailplanung an die Hand zu nehmen: Welche Sportarten passen im Ablauf zusammen? Wie bringen wir Spannung, aber keine Hektik in die Übergänge? Etc. „Bald einmal war klar, dass wir die Szenen den Sportlern vorgeben müssen. Aber im Laufe der Dreharbeiten waren wir auch froh, dass sich die Athleten selbst auf positive Art eingebracht und wertvolle Impulse gegeben haben“, erzählt Kim Meier und Nico Malzacher ergänzt und betont, dass beide bei dieser Arbeit sehr viel gelernt und wertvolle Einblicke in die anderen Sektionen und deren Sportarten erhalten haben.

100 Arbeitsstunden für 75 Film-Sekunden

Pro Sportart waren vier Stunden Drehzeit vorgesehen, die in der Regel auch voll ausgeschöpft worden sind. Vier Stunden für fünf bis sechs Sekunden Screen-Time, das ist eine Menge Holz. Neben der Vorbereitungszeit am Drehort und den eigentlichen Drehzeiten kam dann die Nachbearbeitung der Sequenzen, der Schnitt und die Auswahl sowie der Einbau der Musik dazu. „Für die musikalische Untermalung haben wir bei unserem Kameramann Andrea Büeler, der zusammen mit einem Kollegen ein Tonstudio betreibt, Unterstützung geholt“, so Nico. Alles in allem haben die beiden Filmer und Produzenten für das Projekt rund 100 Arbeitsstunden aufgewendet. Das Ergebnis darf sich sehen lassen. Kim Meier und Nico Malzacher: „Zum Gelingen beigetragen haben auch die Sportlerinnen und Sportler, die sich mit grossem Engagement eingebracht haben. Das Ergebnis macht uns grosse Freude. Eigentlich könnten wir schon wieder das nächste Projekt angehen...“

Eugen Desiderato