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GC Handball | 28.08.2020

HANDBALL | NEUSTART FÜR GC AMICITIA UND DEN SCHWEIZER HANDBALL

Die beiden Spitzenteams von GC Amicitia starten unter verschiedenen Voraussetzungen in die neue Saison.

Bitter für das Herren NLA-Team von GC Amicitia Zürich: Da qualifiziert man sich für die Playoffs, endlich, nach sechs Jahren. Und dann wird aufgrund der Entwicklungen rund um das neue Corona-Virus am 13. März die Saison abgebrochen.

Der Neustart erfolgte für das Team am 8. Juni. Mit dabei waren etliche Neuzugänge – die Hoppers können diese Saison zum Beispiel auf die Erfahrung von Paul Kaletsch zurückgreifen. Der Rückraumspieler kam von der HSG Konstanz aus der zweiten Deutschen Bundesliga. Und obwohl der Vertrag des Deutschen erst ab 1. Juli galt und der 28-Jährige nebenbei auch noch seinen beruflichen Einstieg in der Schweiz organisieren musste, trat Kaletsch bereits zum ersten Training an. Mit der Verpflichtung der international erfahrenen Spieler Martin Popowski (CL-Sieger mit Skopje), Marko Matić (Maccabi, Porto, Gummersbach) und Tomáš Řezníček (u.a. Vardar Skopje, RK Velenje, RK Celje, BM Granollers) hat Sportchef Tom Heer zudem wertvolle Unterstützung aus dem Ausland verpflichten können. Luigj Quni, Eigengewächs von GC Amicitia Zürich, kehrt nach zwei Jahren bei Pfadi Winterthur und Arendal (Nor) zurück in seine Heimat.

Viel GC-DNA und erfahrene CL-Spieler im neuen Kader

Sowieso strotzt die erste Mannschaft vor GC-DNA: Mit Roman Bachmann (Tor), Flurin Platz (Rückraum), Marc Bader (Kreis), Yann Thümena und Ralf Koller (Flügel Links) konnten fünf Spieler von der U19-Mannschaft in den Kader integriert werden. Bachmann fungiert als fester zweiter Goalie neben Nikola Marinovic, während die anderen auch weiterhin in der 1. Liga Erfahrung sammeln können.

Die Ambitionen steigen bei GC Amicitia: „Wir wollen in den kommenden Jahren wieder unter die ersten Vier“, sagt NLA-Präsident Philip Hohl klar. „In den letzten zwei Jahren haben wir die Finanzen stabilisiert, sportlich einen Schritt nach vorne gemacht und organisatorisch wurde Vieles professionalisiert. Jetzt stehen wir am Anfang eines spannenden Wegs mit viel Potential.“ Mit dem neuen Trainerduo Jakub Szymanski/Sascha Schönholzer wird ein dynamischer, moderner Handball gepflegt.

Besonderer Leckerbissen für alle GC-Fans

Bereits der Saisonstart wird für GC Amicitia Zürich zum Gradmesser für die geleistete Vorarbeit: Gleich die Top 4 der letzten Saison stehen für Spieler und Publikum auf dem Programm: Die Saison startet am 2. September auswärts gegen die Kadetten, das erste Heimspiel mit neuem COVID-Schutzkonzept bestreiten unsere Jungs am 9. September gegen Pfadi Winterthur. Nach dem Auswärtsspiel vom 13. September gegen den HC Kriens-Luzern erwartet am 20. September alle GC-Amicitia-Fans ein intensiver Handballtag in der Saalsporthalle: Neben zwei Juniorenspielen am Mittag spielen die Frauen SPL1 um 14.00 Uhr gegen Yellow Winterthur, die Herren NLA ab 16.00 Uhr gegen den TSV St. Otmar St. Gallen. Kommen Sie vorbei!

Die NLA-Frauen mit anderen Voraussetzungen

Auch das SPL1-Team von GC Amicitia Zürich wurde vom Saisonabbruch kalt erwischt. Allerdings stand es um die Mannschaft zu dem Zeitpunkt nicht gerade gut. Nach dem Neuanfang in der letzten Saison mit einem stark veränderten und verjüngten Kader und mit neuem Trainer- und Betreuergespann gab es für die Frauen nicht viel zu holen. Mit dem vorzeitigen Saisonende ohne Absteigerinnen war das Team dann aber kurzerhand gerettet. „Trotzdem haben wir uns die Frage stellen müssen, ob wir unter den gegebenen Voraussetzungen für die Saison 2020/21 wieder in der SPL1 antreten wollen oder einen Neustart in der SPL2 wagen“, sagt Teambetreuerin Jasmin Zimmermann. Die Juniorinnen-Trainerin kennt viele Spielerinnen seit langer Zeit und hat sie auf dem Weg in die SPL1 eng verfolgen können. So kam die Entscheidung für Zimmermann nicht überraschend: „Für die Spielerinnen war dennoch einstimmig klar: Wenn wir in der obersten Liga spielen dürfen, wollen wir die Chance nutzen und weiter Erfahrung sammeln.“ Und so klar ist auch das Ziel: Klassenerhalt. Neu läuft das Team unter der Regie von Cheftrainer Marcus Stolley auf.

Rund um die Organisation der Hoppers-Frauenabteilung tut sich ebenfalls einiges, um den Spielerinnen bessere und professionelle Bedingungen zu bieten. So konnte beispielsweise Anja Nötzli, welche bereits als Juniorin und später in der ersten Mannschaft von GC Amicitia gespielt hat, gewonnen werden. Nötzli wird Leiterin Sponsoring/Marketing.

Das Frauenteam GC Amicitia SPL1 startet am 5. September mit dem Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Thun in die Saison. Das erste Heimspiel in der Saalsporthalle am 12. September bestreitet das Team gegen LK Zug. Wie erwähnt, am 20. September findet das Vereinsfest von GC Amicitia mit Junioren-, SPL1- und NLA-Spielen statt! Den Spielkalender aller Teams finden Sie auf www.gc-amicitia.ch

Engere Zusammenarbeit der beiden Vorstände

Auch in den Vorständen beider Organisationen gab es einige Veränderungen. So hat die Mitgliederversammlung der Handballsektion am 24. August einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Präsident ist der Zürcher Unternehmer Felix Rübel, ehemaliger Handballer von ZMC Amicitia und langjähriges Mitglied in der Tennissektion der Hoppers. Vom NLA-Vorstand in den Sektionsvorstand wechselt Simon Massari, um dort künftig den Bereich Herren zu leiten. Er wird sich mit Ex-Spieler Kai Egger insbesondere um die U17- und U19-Spieler kümmern, die den Übertritt in die erste Mannschaft schaffen sollen, sowie um das 1.-Liga-Team. Gabriela Kern, mehrfache Schweizermeisterin und Cupsiegerin, wird dasselbe im Frauenbereich tun.  Ein weiterer Schritt also in der Professionalisierung der Strukturen und natürlich ein deutliches Zeichen, dass die beiden Organisationen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten wollen. Der seit 15 Jahren aktive Hopper Thomas Arnold wurde zudem als Leiter Finanzen gewählt.

Für Simon Massari rückt Ursula Tobler in den Vorstand der NLA-Mannschaft nach. Sie übernimmt das Ressort Finanzen mit dem bisherigen Finanzchef Elad Ben-Am, der sich künftig vermehrt um das Sponsoring kümmert.

Lorenz Barazetti