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GC Landhockey | 29.03.2019

LANDHOCKEY | GC CRACKS Ü50-NATI WM-SILBER

Freude bei Suisse Hockey, dem Schweizer Landhockey-Verband - und beim Grasshopper Club Zürich, der ein halbes Dutzend Cracks für die Ü50-Nationalmannschaft abstellte, die in Hongkong bei der 2. Austragung der Hallen-Ü50-WM die Silbermedaille gewann. Einen nicht unwesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leistete Topscorer Toni Haberthür (51), Senior, Junioren-Trainer und Kassier in der Sektion Landhockey des Grasshopper Club Zürich.

Der WM Topskorer wurde, ganz im Gegensatz zur WM vor zwei Jahren in Krefeld, dieses Jahr in Hongkong nicht ausgezeichnet. Schade für den Grasshopper Toni Haberthür, der den Grossteil der Schweizer Treffer erzielte. Mit seinen 29 Treffern wäre er mit Abstand einziger Anwärter auf den Titel gewesen. Haberthür aber hadert nicht: „Klar, Tore schiessen kann ich, aber für diese Erfolge brauche ich auch meine Teamkollegen“, wiegelt er ab und freut sich ganz einfach über den Schweizer Erfolg. „Wir haben dieses Jahr auch eine starke Mannschaft gestellt und uns seriös auf den Anlass vorbereitet, nachdem uns der Verband zur WM angemeldet hatte, zu deren Teilnahme keine Qualifikation nötig ist.“ GC war prominent vertreten mit Toni Haberthür, Fedor Plambeck, Guido Steiner, Stefan Leuenberger, Wolfgang Landtwing (Torwart), Thomas Leuenberger, Markus Ruckstuhl (Coach) und Walter Marthaler (Team Manager). Zudem gehörten Spieler aus Luzern, Basel, Lausanne und Wettingen dem Nati-Team an. Alle reisten auf eigene Rechnung, also ohne jegliche finanzielle Unterstützung seitens des Verbandes nach Hongkong. Zuvor aber trainierten sie in den letzten beiden Monaten vor dem Event wöchentlich ein Mal, meist in der Region Zürich. In Trainingsspielen brachten sie sich in Schwung für das Turnier in Hongkong, eine Destination, die vor allem den GC Spielern der „Flying Hoppers“ von mehreren Auftritten beim Traditionsturnier „Hongkong Hockey Six“ bestens bekannt ist. Beim die WM austragenden Club ist der frühere Grasshopper Walter Marthaler Mitglied, der für das Schweizer Team während des Turniers als Team Manager fungierte.

An Deutschland gescheitert

Die Schweizer fanden rasch ihre Form und kamen in den Gruppenspielen zu klaren Siegen gegen Kanada (8:0), England (8:2) und Italien (7:1). Weitere Siege gegen die USA und Englands Ü55 folgten, auch gegen Australien. Einzig Deutschland war eine Knacknuss. Nach einer knappen 6:7-Niederlage in der Qualifikation ging der Final gegen die Nachbarn aus dem Norden 2:10 verloren. Das tat der Freude über die erstmals gewonnene Silbermedaille aber keinen Abbruch. In zwei Jahren, der Austragungsort ist noch nicht bekannt, wollen die Schweizer wieder angreifen, so Toni Haberthür relativiert: „Sofern der Körper mitmacht, denn die Fitness muss schon stimmen, um an dieser WM zu bestehen, denn acht Spiele à 40 Minuten in drei Tagen zu absolvieren, ist kein Honiglecken. Bei sechs gegen sechs Spieler kommt man keine Sekunde zur Ruhe, da muss man schon durchtrainiert sein“, betont der Topskorer. 

Weitere Herausforderungen stehen an

Aber vor der nächsten Ü50-WM stehen für die Flying Hoppers die World Master Games 2020, eine Art Olympiade für über 35-jährige Sportlerinnen und Sportler an. Diese Spiele verzeichnen regelmässig gegen gegen 20 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Bisher haben wir an vier Austragungen in Melbourne, Sydney, Turin und Auckland teilgenommen“, erzählt Toni Haberthür, „und haben jeweils die Silbermedaille gewonnen. Das Ziel bleibt, endlich einmal Gold in Händen zu halten.“

Eugen Desiderato