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27.09.2019

SQUASH | EIN GRASSH0PPER BEWEGT DIE WELT

Marcel Straub, Schweizermeister mit dem GC Team in der NLA und NLB hat sein Pensum in den Courts der GC Squash Halle an der August Forel Strasse zu Gunsten des Aufbaus der von ihm entwickelten und initiierten Street Racket Bewegung stark reduziert. Der Erfolg gibt ihm Recht, so gehandelt zu haben. Inzwischen kennt die halbe Welt Street Racket. Auch GC Sektionen könnten von den Vorzügen dieser Bewegungs-Therapie profitieren - zum Beispiel im Training.

Das Bewegungsspiel Street Racket erzielt mit sehr wenig Aufwand eine grosse nachhaltige, positive Wirkung für alle. Es kann ohne Aufwand sofort gespielt werden. Im Handumdrehen können viele Flächen in Spiel- und Sportzonen umgewandelt werden, ohne Auf- oder Abbau-Arbeiten, und die Flächen sind sofort wieder anderweitig nutzbar, was vor allem auf öffentlichem Grund wichtig ist, da dieser der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Deshalb hat kürzlich das Sportamt der Stadt Zürich auch entschieden, mehrere Spielfeld auf den Sportanlagen Hardau und Heerenschürli auszuweisen.  "Das ist eine tolle Entwicklung, aber auch auf dem Pausenhof oder im Innenhof kann mittels Strassenkreide ein Spielfeld in Sekundenschnelle aufgezeichnet werden", betont Marcel Straub.

Auch Prominente loben Street Racket

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Persönliche Infos:
info[at]streetracket.com
+41 78 217 14 14

Street Racket bietet viele spannende kooperative und kompetitive Spiel-Übungsformen sowie Einsatzbereiche an. Sofortige Erfolgserlebnisse für alle Alters- und Niveaustufen sind garantiert, was für eine motivierte und nachhaltige Bewegungsförderung sehr wichtig ist. Alle koordinativen Fähigkeiten werden spielerisch intensiv geschult und die Spieler werden kompetenter bezüglich ihrer Gesundheit und ihrer Bewegungsabläufe. Die Hand/Auge Koordination steht im Vordergrund und bildet die Basis für sichere Aktionen und sie ist die zentrale Grundlage für das Bewegungsverhalten.

Schulkinder, Spitzensportler, Familien, Vereine, Menschen mit Handicap, Senioren, Flüchtlinge, Menschen in Armut - sie alle brauchen Bewegung, je spielerischer sie ist, desto lieber wird sie praktiziert. Street Racket ist die dafür geeignete Spielform. Das hat auch der Zürcher Kantonalverband für Sport, die Dachorganisation von 64 Sportverbänden im Kanton Zürich erkannt, der alle zwei Jahre Personen würdigt, die sich nachhaltig für den Zürcher Jugend- und Breitensport einsetzen. Dieses Jahr wurden Rahel und Marcel Straub mit dem "anderen Sportpreis des ZKS" ausgezeichnet. Sie beide haben vor zwei Jahren ihre jeweilige Kaderposition (Rahel ist Juristin und Marcel, als studierter Sportlehrer ETH war Bereichsleiter im Sportamt der Stadt Zürich) zugunsten des Aufbaus der Street Racket-Bewegung aufgegeben. Ein mutiger Entscheid für ein Ehepaar mit vier Kindern. Aber beide waren überzeugt vom Siegeszug des Street Racket. Dabei gründet die Erfindung auf reinem Zufall.

Die Wiege des Street Racket steht auf einer Karibik-Insel

Marcel Straub half einem Freund auf Dominica, eine Karabikinsel mit Bergen, Thermalquellen und tropischen Regenwäldern. ein Entwicklungsprojekt voranzutreiben. Eine Hilfsorganisation stellte das Material zur Verfügung, der Insel-Jugend den Tischtennissport näherzubringen. "Alles Material war geliefert worden, allein Tischtennis-Tische waren keine vorhanden“, blickt Marcel Straub zurück. Um nicht tatenlos in die Schweiz zurückzukehren, stellte er Überlegungen an und kam auf die Idee eine Spielform zu kreieren, die mit den Schlägern und den Bällen auf einem ebenen Untergrund ausgeführt werden könnten. Street Racket war geboren. Die Kids waren begeistert - und Marcel Straub ebenfalls. Seither hat er mit einem kleinen Team initiativer Mitarbeiter die Idee weiterentwickelt und in vielen Ländern eingeführt.

Treffen mit Haile Gebrselassie geplant

Marcel Straub ist ein Fan des Racketsports. Seit frühester Jugend spielt er Squash, seine Eltern führten ein Squashcenter im Sihltal. Er spielte sich ungeschlagen durch die Alterskategorien von 10- bis 19-jährig, kam vor sieben Jahren zum Grasshopper Club, wurde mit dem Team Schweizermeister NLA und NLB und spielt noch den International Master Circuit. Aber weil er mit ganzem Herzen für den Racketsport eintritt, hat er auch mit Erfolg sein „Baby“ Street Racket vorangetrieben in der Überzeugung, die Jugend mit Rackets in Kontakt bringen zu können, die dann später zum Beispiel zum Squash und Tennis wechseln können, was wichtig ist für die Nachwuchssicherung in diesen Sportarten. Mit seinen Vorträgen und Workshops stösst er praktisch weltweit auf Begeisterung. Dabei führt der Einstieg oft über Schulteams, zum Beispiel in der Weiterbildung der Lehrer, wobei er auch Lehrmittel geschrieben hat. Street Racket hat inzwischen auch Einzug gehalten in den Ausbildungsprogrammen für Lehrer und Dozenten fast aller Schweizer Hochschulen.

In der Tat, Marcel Straub ist ein gefragter Mann. Sportvereine melden sich ebenso wie Sportorganisationen aus Deutschland, Frankreich, Italien, demnächst besucht er England. Und er wurde eingeladen für einen Vortrag Workshop in Teheran. Zu Beginn dieses Jahres hat er im Rahmen eines Rotes Kreuz Projekts mit Minenopfern in Kambodscha Street Racket gespielt, ebenso mit Gefangenen im Hochsicherheitsgefängnis im Kapstadt. Er dozierte schon in Taiwan, im Rahmen einer Schweizer Woche war er auf Mauritius, und in Äthiopien leitete er einen Kurs im Stadion in Addis Abeba mit 1000 behinderten Kinder. Und im November ist ein Treffen mit dem früheren Langstrecken-Weltstar und heutigen Botschafter der Entwicklungshilfe-Organisation "Right to Play", Haile Gebrselassie vorgesehen. Aber auch in der Schweiz wird Street Racket mehr und mehr zur Marke. Einige wenige Beispiele: Trainer und Spieler des SC Bern waren von der Street Racket Demonstration begeistert. Der Rotary Club unterstützt die Umsetzungen in Schweizer Berggebieten mit bescheidener Infrastruktur. Viele Schulen haben Street Racket eingeführt. Im Gegenzug bietet Street Racket Schweizer Sozialwerken Arbeit, so werden die Holzrackets in Handarbeit in der „Startrampe“, einer Werkstatt für berufliche Integration (Wetzikon) sowie in der Stiftung Stöckenweid (Meilen) produziert. Die für das Ausland bestimmten Schläger sowie die Bälle werden von einem renommierten Spezialbetrieb hergestellt.

Marcel Straub, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Rahel und dem kleinen initiativen Team, entwickelt laufend neue Ideen. So ist eine App geplant, mit der die Jungen via Smartphone von diesem, zumindest teilweise, weggebracht und hin zur sportlichen Betätigung geführt werden sollen. Man wird noch einiges von ihm hören.

Ein Grasshopper bewegt die Welt, da sollten doch auch die GC Sektionen einmal bei ihm anklopfen, um Street Racket näher kennen zu lernen. Marcel Straub ist jedenfalls für eine Einführung gerne bereit.

Eugen Desiderato