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«WIR HABEN GEZEIGT, DASS WIR DOMINANTEN FUSSBALL SPIELEN KÖNNEN»
Foto: Priscila Butler, Steinsiek Media + Press

«WIR HABEN GEZEIGT, DASS WIR DOMINANTEN FUSSBALL SPIELEN KÖNNEN»

Nach einer starken ersten Saisonhälfte verlief das Frühjahr für das AWSL-Team von GC Frauenfussball anspruchsvoller. Im Playoff-Viertelfinal gegen den FCZ war Endstation, nach den Platzierungsspielen beendete GC die Saison auf Rang [TK1.1]5. Theo Karapetsas, Geschäftsführer Sport, ordnet die Saison ein, spricht über die Entwicklung de[LR2.1]s Teams und erklärt, weshalb der Nachwuchs für die nächsten Schritte zentral ist.

GC INSIDER: GC Frauenfussball ist stark in die Saison gestartet, am Ende resultierte Rang 5. Wie fällt Dein Fazit zur Saison des AWSL-Teams aus?

Theo Karapetsas: Mit dem sportlichen Resultat sind wir nicht zufrieden. Wir haben unsere Ziele nicht erreicht. Das gehört zu einer ehrlichen Saisonanalyse dazu.

Gleichzeitig war es eine Saison mit verschiedenen Phasen. Wir sind gut in die Meisterschaft gestartet und haben gezeigt, welches Potenzial vorhanden ist. Gegen Ende der Saison wurde es schwieriger, auch im Cup sind wir in dieser Phase gegen YB ausgeschieden. Wir müssen deshalb genau anschauen, was gut funktioniert hat – und wo wir uns verbessern müssen.

Gerade die zweite Saisonhälfte entsprach nicht Euren Vorstellungen. Woran lag es?

Rund um den Club und das Team ist in dieser Saison viel passiert. Solche Entwicklungen wirken sich auf ein Team aus – manchmal direkt, manchmal eher unbewusst. Trotzdem ist klar: Wir müssen sportlich vor allem konstanter werden. Die Qualität ist vorhanden, aber wir müssen sie über eine ganze Saison stabiler auf den Platz bringen.

Im Playoff-Viertelfinal war gegen den FCZ Schluss. Was hat in diesen entscheidenden Spielen gefehlt?

Wenn man die vier Halbzeiten aus Hin- und Rückspiel anschaut, haben wir während drei Halbzeiten sehr gut gespielt. Wir hatten viel Ballbesitz, konnten dominant auftreten und haben viele Chancen kreiert. Und selbst in der Halbzeit, in der wir nicht auf unserem besten Niveau waren, haben wir uns Möglichkeiten erspielt. Am Ende haben wir schlichtweg unsere Tore nicht gemacht. Das war entscheidend.

Aber wir haben deutlich gezeigt, dass wir guten Fussball spielen können. Wir können auch gegen Topteams dominant auftreten. Darauf müssen wir aufbauen. In den Playoffs braucht es manchmal auch das nötige Wettkampfglück. Davon hatten wir im Vorjahr profitiert, diesmal hat es uns gefehlt.

Wo setzt Ihr an, damit sich das AWSL-Team in der neuen Saison vorne etablieren kann?

Wir müssen sicher nicht alles ändern. Es geht darum, gezielt dort zu optimieren, wo es Sinn macht. Ein wichtiger Punkt ist die Kaderstruktur. Wir hatten in dieser Saison einen sehr grossen Kader und gleichzeitig viele Langzeitverletzte. Für die neue Saison wollen wir uns stärker fokussieren: den Kader gezielt aufbauen und den Nachwuchs noch stärker integrieren.

In der Schweiz muss der Frauenfussball in erster Linie vom eigenen Nachwuchs leben. Deshalb haben wir in den letzten Monaten bewusst in diesen Bereich investiert. Bei GC können Spielerinnen bereits ab zehn Jahren in die Strukturen integriert und danach bis zur U20 beziehungsweise bis zum AWSL-Team begleitet werden. Das sind sehr gute Voraussetzungen.

Was soll das AWSL-Team in der kommenden Saison auszeichnen?

Wir wollen klarer, fokussierter und konstanter auftreten. Die Mannschaft soll zeigen, dass sie aus dieser Saison gelernt hat und den nächsten Schritt machen kann.

Der Nachwuchs wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Wir sind in diesem Bereich gut aufgestellt und überzeugt, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren viele gute Spielerinnen nachziehen und ins AWSL-Team integrieren können. GC Frauenfussball soll für guten Fussball, klare Entwicklung und eine starke Verbindung zwischen Nachwuchs und AWSL-Team stehen. Die Basis ist vorhanden. Jetzt geht es darum, daraus Schritt für Schritt mehr Konstanz und mehr Wirkung zu entwickeln.

 

Maurice Desiderato

  • Die GC Spielerinnen verabschieden sich von ihren Fans, nachdem sie im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden sind. – Foto: Priscila Butler, Steinsiek Media + Press
  • Theo Karapetsas, Geschäftsführer Sport, arbeitet mit seinem Team darauf hin, dass GC in der kommenden Saison klarer, fokussierter und konstanter auftritt. – Foto: zVg
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