Die GC Mitglieder Alina Pätz und Benoît Schwarz-van Berkel überzeugen an den Olympischen Winterspielen: Bis zum Redaktionsschluss des GC INSIDER hatten sich sowohl die Frauen als auch die Männer für das Halbfinal qualifiziert und waren auf Medaillenkurs. Die mediale Aufmerksamkeit, die Curling in diesen Tagen geniesst, nutzt auch der Schweizer Curling Verband: Er lancierte eine National Curling Week, um die Bekanntheit des Curling-Sports weiter anzukurbeln. Auch GC Curling führte in diesem Rahmen eine Veranstaltung durch: Am 18. Februar 2026 lud der Verein zu einem Schnuppertraining und anschliessendem Olympia-Schauen mit Apéro in der Curling-Halle der Kunsteisbahn Küsnacht.
Anfänger auf dem Rink, Profis im TV
«Es herrschte eine tolle Stimmung», fasst GC Curling-Präsidentin Heike Hofer den Abend zusammen. Sie zählte 25 Teilnehmende, von welchen rund 15 Personen am Schnuppertraining teilnahmen. Die meisten seien zwar aus dem Bekanntenkreis der eigenen Mitglieder gekommen, es fanden sich aber auch zwei 16-jährige Jungs ein, die noch nie Curling gespielt hatten, sowie Freunde eines neuen Gastmitglieds. So formierte sich eine Anfänger-Gruppe, die sich nach dem Aufwärmen erst einmal mit dem Eis und der Curling-Grundausstattung vertraut machte. «Sie erhielten Gleitsohlen und einen Besen und durften damit erst mal übers Eis gehen, bevor sie die Steine in die Hand nahmen», erklärt Hofer. Sobald sich die Spielerinnen und Spieler sicherer fühlten, wendeten sie die neu erlernten Skills bei einem kurzen Spiel an. «Für die Anfänger war nach etwa einer Stunde Schluss, da das Curling viel Konzentration erfordert und müde macht», so Hofer. Die erfahrenen Spielerinnen und Spieler hätten noch eine halbe Stunde weitergespielt, bis das Olympia-Turnier des Schweizer Frauenteams um Skip Silvana Tirinzoni gegen Dänemark startete.
Olympia-Spielerin zum Anfassen
Zu Beginn des Spiels liess die Spannung etwas zu wünschen übrig, doch bald wurden die Schweizer Fans unruhig: Die Schweizerinnen hatten plötzlich zu kämpfen und sorgten dafür, dass die GC Mitglieder und Curling-Interessierten ihren Apéro links liegenliessen, um Alina Pätz und ihr Team anzufeuern. Mit 6:4 holten sich die Schweizerinnen schliesslich doch den Sieg und sorgten so auch in der Kunsteisbahn Küsnacht für Jubel. An diesem Abend gab es die Olympia-Stars nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch zum Anfassen: Marlene Albrecht, die an den Olympischen Winterspielen 2018 im Team Tirinzoni spielte, mischte sich unter die Curlingfans und genoss das Spiel mit Gleichgesinnten.
Mitgliederschwund ist überstanden
Heike Hofer ist zuversichtlich, dass GC Curling mit Anlässen wie diesen weitere Mitglieder gewinnen kann. «Zwar haben diesmal nicht viele potenzielle neue Mitglieder teilgenommen, aber steter Tropfen höhlt den Stein», weiss sie. «Wenn wir pro Saison zwei bis vier neue Mitglieder aufnehmen können, sind wir schon sehr zufrieden.» Nachdem GC Curling in Folge von Corona mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen hatte, hat sich die Situation mittlerweile stabilisiert. «Die vergangene Clubmeisterschaft konnten wir mit sieben statt sechs Teams bestreiten», freut sich Hofer. «Unser Ziel sind acht Teams», hält sie fest und wird deshalb auch in Zukunft mit Werbung und Schnuppertrainings weitere Mitglieder zu GC Curling holen.
Pamela Schefer



