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Dario Pasquariello: «Einen Nachfolger zu finden war schwierig»

Dario Pasquariello: «Einen Nachfolger zu finden war schwierig»

Seit über 35 Jahren engagiert sich Dario Pasquariello für das Schweizer Unihockey – dabei präsidierte er unter anderem das Nationalligakomitee von swiss unihockey und die GC Sektion Unihockey. Nun zieht er sich zurück, auch aus dem Vorstand von GC Unihockey. Doch ganz kann er es nicht lassen: Als neuer General Manager des Fanionteams unterstützt er GC weiterhin. Was er bei GC noch bewegen möchte und was er mit seiner neugewonnenen Freizeit anstellt, erzählt er im Interview.

GC INSIDER: Sie haben das Präsidium der GC Sektion Unihockey nach acht Jahren an Frank Strobel abgegeben und sind aus dem Vorstand ausgetreten. Was hat zu den Änderungen geführt?
Dario Pasquariello: Ich habe nebst GC auch verschiedene Verbände präsidiert und habe den Entschluss gefasst, die vielen Ehrenämter abzugeben, um wieder mehr Freizeit zu haben. Das Präsidium von GC Unihockey ist aber mit viel Aufwand verbunden, weshalb es schwierig war, einen Nachfolger zu finden. Deshalb haben wir entschieden, die NLA vom Präsidium auszuklammern. Nun kümmert sich Frank Strobel als Präsident um alles, was nicht NLA ist, während ich als General Manager für die NLA zuständig bin.

Was sind Ihre Aufgaben als General Manager?
Ich habe dieses Amt auf Mandatsbasis übernommen. Hauptsächlich bin ich für die kommerziellen Belange unseres NLA-Teams verantwortlich. Längerfristig möchten wir mehr Einnahmen generieren. Dazu müssen wir auch im Sponsoringbereich besser aufgestellt sein. Ausserdem werde ich den Sportchef Michael Zürcher als Sparringpartner bei Personalentscheiden unterstützen, so zum Beispiel, wenn ein ausländischer Spieler oder ein neuer Trainer verpflichtet werden soll. Und auch die Kommunikation werde ich im Bereich NLA übernehmen.

Das klingt aber nicht so, als würden Sie kürzertreten…
Doch, der Aufwand nimmt schon ab. Natürlich bin ich momentan noch mit der Übergabe beschäftigt. Aber danach werden alle Themen wegfallen, die die reine Vereinsorganisation betreffen, wie beispielsweise die Vorstandssitzungen, die Sponsorenpflege, Materialbesorgungen oder Mannschaftsanmeldungen. Dann wird sich zeigen, wie viel mehr Freizeit ich habe (lacht).

Sie haben die GC Sektion Unihockey 2002 mitgegründet. Wie hat sich die Sektion seither entwickelt?
Als wir in der NLA gestartet sind, hatten wir sehr zu kämpfen. GC Unihockey hat sich aber mittlerweile zu einem absoluten Spitzenverein entwickelt. Auch die Nachwuchsrekrutierung ist immer professioneller geworden.

Ihre Liebe zum Unihockey begann auf dem Feld. Was fühlt sich besser an: ein Sieg als Spieler oder als Funktionär?
Als Spieler fühlt sich ein Sieg sicher besser an. Aber auch in der Rolle eines Funktionärs ist ein Sieg schön, weil sich die vielen Stunden, die man in eine Mannschaft investiert hat, auszahlen.

Seit 2018 ist Ihr Daumenabdruck in der Zürcher Saalsporthalle verewigt: Sie wurden damals mit dem Sportreis der Stadt Zürich in der Kategorie Sportförderung für Ihr Engagement im Unihockey ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?
Sie ist natürlich eine Anerkennung für meine jahrelange Arbeit. Es ist schön, wenn ein Engagement über die Sportgrenzen hinaus erkannt wird. Doch man sollte eine solche Auszeichnung auch nicht überbewerten.

Wie möchten Sie die NLA von GC Unihockey weiterentwickeln?
Ich möchte einen Schritt weiter Richtung Professionalität gehen. Momentan hat die erste Mannschaft einmal in der Woche tagsüber Training – jeweils am Mittwoch. Unser Ziel ist es, zwei Trainings pro Woche unter Tags durchzuführen. So fällt ein weiteres Abendtraining weg, was für die Spieler mehr Lebensqualität bedeutet. Weiter möchten wir mehr Geld in die Spieler investieren, damit sie in ihren Berufen zugunsten des Sports kürzertreten können. Ausserdem wollen wir die medizinische Betreuung intensivieren und die Videoanalysen von Spezialisten durchführen lassen.

Durch Ihren Wechsel zum General Manager erhoffen Sie sich mehr Zeit für anderes. Womit werden Sie die neu errungene Freizeit verbringen?
Mit Golf. Das ist mein grosses Hobby, das ich gerne intensiver ausleben möchte. Ich golfe besonders gerne in Andalusien, Spanien. Das wird nun öfter möglich sein.

Pamela Schefer

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