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EIN VERSPRECHEN FÜR DEN LEISTUNGSSPORT: FRAUEN IN DER GC RUDER SEKTION
Foto: zVg

EIN VERSPRECHEN FÜR DEN LEISTUNGSSPORT: FRAUEN IN DER GC RUDER SEKTION

Die Sektionsversammlung fasste im März den definitiven Beschluss: In Zukunft werden auch Frauen in der GC Ruder Sektion aufgenommen. Nun beginnt die Sektion mit der Umsetzung und kümmert sich um Trainerinnen und Trainer, Boote und Garderoben.

Während mehr als einem Jahrhundert war GC Rudern ein Männerverein. Die Frage, ob Sportlerinnen ebenfalls in die Sektion aufgenommen werden sollen, war aber schon lange ein omnipräsentes Thema, erinnert sich Kevin Dubs, Kommunikationsverantwortlicher bei GC Rudern. Vor zwei Jahren beschloss der Vorstand schliesslich, sich aktiv für die Aufnahme von Frauen einzusetzen und gründete eine Taskforce. Nach zahlreichen Planungssitzungen, Recherchen und Berechnungen folgten clubinterne Informations- und Diskussionsveranstalltungen und schliesslich sagte die Sektionsversammlung am 9. März deutlich ja zur Aufnahme von Frauen.

Aufbau eines Leistungssportteams
Nach diesem Entscheid kommt viel Aufwand auf die Rudersektion zu. Als erstes muss das Bootshaus umgebaut werden, sodass Platz für eine weitere Garderobe bereitgestellt werden kann. Hinzu kommt: GC Rudern möchte Frauen den Beitritt aber nicht nur ermöglichen, sondern eine professionelle Leistungssportabteilung für sie aufbauen. «Für uns war von Anfang an klar: Wenn wir das machen, dann richtig», führt Kevin Dubs aus. Nicht zuletzt ist dafür eine langfristige Nachwuchspyramide notwendig, und damit das Engagement von Headcoaches sowie Assistenztrainerinnen und -trainern. Die Juniorinnen und Junioren bis zur U17-Kategorie können zwar noch mehrheitlich gemeinsam trainieren, später wird es aber schwieriger. In den Elitekategorien benötigt es für professionelle Frauenteams ausserdem neue Boote, die sich für ihre Gewichtsklasse eignen und in der gewünschten Qualität dieser Klasse teilweise noch nicht vorhanden sind.

Boote, Garderoben, Coaches
Die Rudersektion will überlegt und strategisch vorgehen. «Wir möchten die Frauenabteilung professionell von unten her aufbauen, sodass der Leistungssport für Frauen und Männer in gleicher Qualität gewährleistet ist», erklärt Michel Rebonati, Chef Leistungssport bei GC Rudern. «Unser Ziel ist es, dass an der Herbstregatta 2024 das erste GC Frauenteam an den Start gehen kann», ergänzt er. Dubs und Rebonati sind sich einig: In Zukunft soll Grasshopper Club der beste Ruderverein der Schweiz sein – bei den Frauen und den Männern. So wird es bestimmt nicht mehr lange dauern bis GC Rudern die ersten Schweizermeisterinnen und internationale Erfolge bei den Ruderinnen hervorbringt.

 

Nadja Fitz

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