Die ZSC Lions Frauen wollen professioneller werden – sowohl strategisch als auch operativ. Deshalb haben sie mit Angela Taylor Anfang der aktuellen Saison eine Vollzeit-Trainerin engagiert – ein Novum in der Schweizer Women’s League. «Es ist ein Traum, dass ich mich voll auf das Traineramt fokussieren kann», freut sich Angela Taylor. «Es war ein Risiko, meinen alten Job aufzugeben – aber trotzdem die beste Entscheidung.» Die 38-jährige Schottin hat von 2011 bis 2018 selbst bei den Lions gespielt und dabei 316 Skorerpunkte erzielt, fünf Meistertitel und einen Cup gewonnen. Nach einer dreijährigen Pause kehrte die ehemalige Nationalspielerin bei Streatham Storm in der höchsten Liga Grossbritanniens aufs Eis zurück, wo sie bis zum Ende der letzten Saison blieb. Zudem sammelte sie zwei Jahre lang als Headcoach des britischen U18-Teams Trainer-Erfahrung.
Von der Achterbahnfahrt zum Kantersieg
«Wir freuen uns auf die Herausforderung Meisterschaft und ich bin überzeugt, dass wir an guten Spielen gegen gute Gegner wachsen werden», gab sich Taylor zu Beginn der Saison zuversichtlich. Arbeits- und Leistungswille seien klar erkennbar und sie könne nach wenigen Wochen bereits den Charakter dieses neuen Teams erkennen. Mittlerweile befinden sich die Lions mitten in der Meisterschaft. Nach vier Niederlagen in Folge zu Beginn der Saison konnten sie gegen Ambri und Freiburg zwar punkten, starten dann aber mit einer weiteren Niederlage gegen Ambri in die Heimspiel-Serie. Im Heimspiel gegen die Davos Ladies gelang dann die Kehrtwende: Die ZSC Lions Frauen besiegten die Bündnerinnen mit einem beeindruckenden 4:0. Noch eindeutiger war es zwei Tage später: Gegen Neuenburg landeten sie mit 9:2 den höchsten Sieg der laufenden Meisterschaft.
Pamela Schefer


