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GC BACKSTAGE: ANTON EGGMANN – VOM NLA-SPIELER ZUM PROFESSIONELLEN COACH

GC BACKSTAGE: ANTON EGGMANN – VOM NLA-SPIELER ZUM PROFESSIONELLEN COACH

Alle kennen sie, und sie kennen den Club: In der Serie «GC Backstage» stellt der GC INSIDER Personen vor, die zu GC gehören wie die blau-weissen Farben. Sie sind immer und überall dabei, ob im Hintergrund oder mitten auf dem Platz. Einer davon ist Anton Eggmann, der dem Club nach seiner erfolgreichen aktiven Karriere unter anderem als Manager, Junioren-Trainer und Koch treu geblieben ist.

Als Anton Eggmann mit Squash begann, wurde noch mit schweren Holzschlägern gespielt. Während der Zeit auf einem Internat in Südafrika nutze Eggmann das schöne Wetter zwar, um Golf, Cricket und Tennis zu spielen. Doch für seine Leidenschaft Squash zog er sich auch bei Sonnenschein in die Halle zurück. Kaspar Fleischmann, der erste Präsident der GC Sektion Squash und ein Freund der Familie, zeigte sich beeindruckt von Antons Talent, weshalb er ihn im Oktober 1989 zurück in die Schweiz holte. «Vom finanziellen Aspekt her hätte ich mich vielleicht für einen anderen Sport entscheiden sollen», schmunzelt der 57-Jährige, «doch die Schnelligkeit und die Taktik beim Squash haben mich schon immer fasziniert.»

Lange und erfolgreiche NLA-Karriere

Kaum in der Schweiz, vertrat Anton GC bereits in der NLA. «Ich konnte an Turniere in Deutschland und Asien reisen und wurde mit GC siebenmal Schweizermeister», fasst Anton Eggmann die Highlights seiner aktiven Zeit zusammen. Nach rund 20 Jahren in der NLA, als der Körper nicht mehr immer mitspielte, zog der schweizerisch-südafrikanische Doppelbürger dann die Reissleine. «Als ich irgendwann doppelt so alt war wie meine Gegner, sah ich das als Zeichen», so Anton. Doch auch wenn er sein eigenes Racket an den Nagel gehängt hatte, blieb er GC treu. Er bekleidete nicht nur viele Jahre das Amt des Club Managers, sondern verwöhnte die Spieler auch als Koch oder bespannte ihre Rackets. Seit 1990 trainiert er die Junioren von GC Squash. 1996 erreichten sie an der Weltmeisterschaft in Ägypten unter seiner Leitung den vierten Platz.

Zwischen Squash-Halle und Golfplatz

«Squash ist eine gute Lebensschule», weiss Anton Eggmann. «Du bist auf dich gestellt, musst kämpfen, kannst taktisch denken und lernst, zu verlieren.» Das möchte er auch seinen Schützlingen weitergeben. Zwar sei die Karriere im Squash von kurzer Dauer, denn mit Mitte 30 gehöre man bereits zum alten Eisen. «Doch die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, rüsten sie fürs Leben.»

Mittlerweile ist er als professioneller Squash- und Fitnesscoach auch in Winterthur und Zofingen anzutreffen und frönt als Golf-Instruktor auf der Driving Range Adlisberg seiner zweiten Leidenschaft. Trotzdem verbringt er unter der Woche jeden Tag etwa sechs bis sieben Stunden in den Hallen von GC Squash. «In der Regel gebe ich um 7.00 Uhr morgens die erste Stunde», verrät er. Dabei bleibe nicht viel Zeit für anderes. Doch GC sei weit mehr als nur ein Verein für ihn.

Squash bleibt seine Nummer 1

Bei seiner Ankunft in der Schweiz, damals vor 24 Jahren, habe er hier nur Kaspar Fleischmann gekannt. Heute gibt es kaum jemanden im Club, den er nicht kennt. «GC ist wie eine Familie», so Anton. «Auch die verschiedenen Sektionen unter einem Dach sind ein grosser Vorteil. So kommt man mit Tennis-Spielern und Ruderern in Kontakt und kann sich selbst auch im Curling versuchen.» Und auch das Squash habe sich weiterentwickelt: Nicht nur die Rackets seien leichter geworden, sondern auch das Squash-Spielen an sich. Squash sei populärer und professioneller geworden, heute seien die Spiele dynamischer, die Junioren stärker. «Squash ist übrigens nicht nur meine Nummer 1, auch beim Wirtschaftsmagazin Forbes belegt Squash auf der Liste der gesündesten Sportarten seit Jahren den ersten Platz», schwärmt Anton Eggmann.

 

Pamela Schefer

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