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GC Weihnachtsachter bei stürmischem Zürichsee

GC Weihnachtsachter bei stürmischem Zürichsee

Am 24. Dezember lud die GC Rudersektion zum traditionellen Weihnachtsachter. Aufgrund des stürmischen Sees machten sich dieses Jahr nur drei Boote auf den Weg zum Hotel Storchen und zurück. Dies tat der guten Stimmung bei der anschliessenden Bootstaufe und beim gemeinsamen Mittagessen keinen Abbruch.

Morgens um 9 Uhr, als der erste Weihnachtsachter vom GC Bootshaus am Mythenquai aufbrach, war das Wetter noch ganz passabel. Beim Hotel Storchen angekommen reichte Präsident Tobias Fankhauser vom Steg aus den wohlverdienten Glühwein, Punsch und Schinkengipfeli ins Boot. Der Storchen pflegt seit Jahrzehnten einen freundschaftlichen Kontakt zum Grasshopper Club Zürich und ganz besonders zu den GC Ruderern, sodass diese auch am diesjährigen Weihnachtsachter eine herzliche und grosszügige Bewirtung geniessen konnten. Dies weiss der Club sehr zu schätzen und ist dem Traditionshaus überaus dankbar.

Turnschuhe als Wasserschöpfer

Nach der Zwischenverpflegung begaben sich die Ruderer auf den Rückweg. Weitere Achter waren bereits unterwegs. Mit dem auffrischenden Wind wuchsen jedoch die Wellen, sodass immer mehr Wasser in die Boote schwappte. Mit Kellen und Turnschuhen schöpften die Ruderer das Wasser immer wieder zurück in den See. Trotzdem lag das dritte Boot bei der Ankunft beim Storchen bereits so tief im Wasser, dass drei Ruderer mit ihren Sculls zu Fuss zurück ins Bootshaus marschierten, damit der Achter höher im Wasser lag und nicht jede Welle in den Rumpf spritzte. «So konnten die weiteren Boote aufgrund der Verhältnisse leider nicht mehr starten», bedauert Präsident Fankhauser und ergänzt mit einem Schmunzeln: «Immerhin kamen im Gegensatz zu früheren Jahren alle Ruderer wohlbehalten und ohne spezielle Rettungsaktionen wieder im Bootshaus an.»

«Brigitte» erinnert an Theo

Nachdem alle zurück und wieder trocken waren, versammelte sich die Sektion, um den neuen Vierer auf den Namen «Brigitte» zu taufen. Der vor einigen Monaten verstorbene Theo Bruggmann hatte der GC Rudersektion ein grosszügiges Legat hinterlassen, mit dessen Hilfe das neue Boot gekauft werden konnte. Die Nichte von Theo Bruggmann fungierte als Taufpatin und erzählte mit sehr persönlichen Worten, wie es zum Legat und zum Bootsnamen kam. Theo kannte zwei grosse Leidenschaften: das Rudern in der GC Rudersektion und seine Brigitte, die er relativ spät in seinem Leben geheiratet und nach ihrer Erkrankung bis zu ihrem Tod liebevoll gepflegt hatte. Mit dem Boot «Brigitte» wird Theo mit seiner Geschichte den Ruderern noch lange in ehrenhafter Erinnerung bleiben.

Fleischkäse, Ehrungen und Kammermusik

In der warmen Stube genossen schliesslich die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Glas Wein den weihnächtlichen Fleischkäse mit diversen Salaten. Tobias Fankhauser ehrte die zahlreichen Helferinnen und Helfer, ohne die kein Verein funktionieren kann, und dankte den Ehrengästen für ihr Kommen, unter ihnen Stadtrat Filippo Leutenegger. Zum Abschluss und Höhepunkt wurden die Anwesenden vom Kammermusik-Duo der Schweizerin Isabel Gehweiler und des Israeli Or Re’em verzaubert. Mit Violincello und Klavier spielten sie Stücke von Elgar, Saint Saens, Schumann und Grieg.
Damit war der Weihnachtsachter einmal mehr ein perfekter Start in die Festtage.

Maurice Desiderato

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