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NICO BERLINGER: «ICH MÖCHTE IN STRATEGISCHER HINSICHT NEUE IDEEN EINBRINGEN.»

NICO BERLINGER: «ICH MÖCHTE IN STRATEGISCHER HINSICHT NEUE IDEEN EINBRINGEN.»

Im Mai 2023 hat Nico Berlinger seinen neuen Posten angetreten: Als neuer Cheftrainer von GC Unihockey setzt der 35-Jährige den Fokus vor allem auf die Entwicklung der jungen Spieler und auf die Flexibilität des Teams.

Im Mai 2023 hat Nico Berlinger seinen neuen Posten angetreten: Als neuer Cheftrainer von GC Unihockey setzt der 35-Jährige den Fokus vor allem auf die Entwicklung der jungen Spieler und auf die Flexibilität des Teams.

GC INSIDER: Nico, Du hattest Mitte August am Czech Open in Prag Deinen Einstand als Cheftrainer. Wie hat sich das Team geschlagen?
Nico Berlinger:  Wir haben ein Spiel mit einem Unentschieden beendet und die restlichen drei verloren. Trotzdem war es ein gutes Vorbereitungsturnier für die kommende Saison. Wir wissen jetzt, woran wir noch arbeiten müssen, und dass viel Potenzial vorhanden ist. Aufgrund von einigen Abgängen haben wir jetzt viele junge Spieler im Team, die in Prag erstmals für das NLA-Team gespielt haben. Das Team muss nun zuerst zusammenwachsen.

Du hast den bisherigen Cheftrainer Luan Misini die letzten zwei Jahre als Assistenz-Trainer unterstützt. Wie haben die Spieler reagiert, als sie erfahren haben, dass Du ihn ersetzen wirst?
Sie haben sehr positiv darauf reagiert, haben mir gratuliert und gesagt, dass sie sich auf die Zusammenarbeit freuen. Ich habe früher sogar mit einigen von ihnen noch zusammengespielt und kenne sie daher schon lange.

Was wird unter Dir als Cheftrainer anders werden?
Ich möchte beispielsweise in strategischer Hinsicht einige neue Ideen einbringen. So werde ich die Spieler auf zwei Defensiv-Spielformen trainieren. Bisher lag der Fokus auf einem aggressiven, schnellen System. Das möchte ich zwar so beibehalten. Zusätzlich möchte ich aber, dass die Spieler auch ein abwartendes System beherrschen, bei dem der Gegner agieren und sich bemühen muss. So bleiben die Spieler flexibel und das Team kann den Spielverlauf besser beeinflussen.

Wo siehst Du noch Potenzial beim Team und was tust Du, um dieses Potential auszuschöpfen?
Vor allem die Entscheidungsfindung auf dem Spielfeld muss noch schneller erfolgen, besonders bei den jungen Spielern. Das ist eine Fähigkeit, die in der Regel erst mit der Erfahrung kommt. Ich muss jetzt einen Weg finden, um den Spielern diese Fähigkeit beizubringen, ohne dass sie zuerst 35 Jahre alt werden müssen.

Auch als Sportlehrer spornst Du Deine Schülerinnen und Schüler an. Liegt es Dir im Blut, andere zu motivieren und das Beste aus ihnen herauszuholen?
Ja, das liegt mir wohl im Blut. Schon als Spieler habe ich meine Mitstreiter motiviert und hatte Freude, wenn sie meine Ratschläge umsetzen konnten.

Was sind Deine Ziele für die kommende Saison?
Da wir viele junge Spieler im Team haben, erhoffe ich mir vor allem bei ihnen eine grosse Entwicklung. Der Fokus liegt zu Beginn der Saison noch nicht darauf, die Spiele zu gewinnen, sondern möglichst viel daraus zu lernen und die Spieler weiter zu verbessern. Gegen Ende, wenn die Playoffs starten, wird das Gewinnen der Spiele in den Vordergrund rücken. Dass die Spieler lernfähig sind und sich entwickeln wollen, haben sie am Czech Open bewiesen. Eigentlich setze ich mir nicht gerne Ziele in Form von Resultaten. Ich glaube aber, wir können es in der kommenden Saison unter die Top 4 schaffen, wenn nicht sogar Meister werden.

Du bist früher bereits als Spieler für GC aufgelaufen und bist dem Verein nun seit acht Jahren treu. Was schätzt Du an GC?
Bei GC herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre, der Zusammenhalt ist einzigartig. GC fördert das auch mit Aktivitäten ausserhalb des Spielfeldes. Bei anderen Vereinen habe ich das nie so erlebt. Ich habe hier Freundschaften fürs Leben geschlossen.


Pamela Schefer

 

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