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PRÄSIDENT IM GESPRÄCH: FRANK STROBEL UND DIE HOTDOG-KURVE

PRÄSIDENT IM GESPRÄCH: FRANK STROBEL UND DIE HOTDOG-KURVE

Voller Einsatz für den Sport und den Club – das geht nicht nur auf dem Spielfeld. Mit Weitsicht, Geschick und Engagement legen die Vorstände im Hintergrund den Grundstein für Sport auf höchstem Niveau. Deshalb kommen in der Serie «Präsident:in im Gespräch» die Präsidentinnen und Präsidenten der GC Sektionen zu Wort und sprechen über Ziele und Herausforderungen – in dieser Ausgabe Frank Strobel, Präsident von GC Unihockey.

GC INSIDER: Seit einem Jahr bist Du Präsident von GC Unihockey. Was war das Highlight Deiner bisherigen Amtszeit?
Frank Strobel: Die Fans und das Publikum bei den Spielen. An den Playoffs der ersten Mannschaft hatten wir eine sensationelle Stimmung und mehrfach über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Besonders unsere eigenen Junioren haben super Stimmung gemacht. Wir haben sie nun Hotdog-Kurve genannt, weil wir ihnen dafür, dass sie das Team so toll angefeuert haben, Hotdogs ausgegeben haben. Aber auch sportlich gab es Highlights, wie den Cupfinal der ersten Mannschaft und die Auszeichnungen einzelner Spieler: zum Beispiel von Christoph Meier als zehntbestem Spieler der Welt, von Noël Seiler als Most Popular Player und die Auszeichnung von Paolo Riedi bei der Mobiliar Topscorer Gala.

Wie soll es in dieser Saison sportlich weitergehen?
GC hat natürlich immer ambitionierte Ziele, unsere Leistungsteams möchten auch diese Saison zu den jeweils besten vier Mannschaften gehören. Dabei ist die erste Mannschaft aktuell im Umbruch: Einige Schlüsselspieler sind gegangen, viele prägende Figuren haben ihre Karriere beendet und mit Nico Berlinger haben wir einen neuen Trainer. Das ist nun eine Chance für junge Spieler und für den Trainer, um neue Ideen einzubringen – ich sehe also positiv in die Zukunft.
Daneben haben wir im Nachwuchsbereich neue Strukturen eingeführt und konnten sehr ambitionierte und qualifizierte Personen engagieren, die dafür sorgen, dass möglichst viele unserer Nachwuchsspieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Unser Ziel ist es, die erste Wahl für junge Talente zu werden. Das ist nicht ganz einfach, denn wir haben im Kanton grosse Konkurrenz. Deshalb ist es wichtig, dass wir optimale Trainingsbedingungen für unsere Spieler bereitstellen und auch in die Trainerausbildung investieren.

Wie hast Du persönlich Deine bisherige Amtszeit erlebt?
Sehr positiv, es macht mir grossen Spass, mich mit den Eltern, Trainern, Spielern und Sponsoren auszutauschen und Einblick in unzählige neue Themen zu erhalten. Zum Glück sind viele Mitglieder und ehemalige Funktionäre gerne bereit, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen. Ich habe nun eine extrem steile Lernkurve hinter mir und in verschiedenen Themen viel dazugelernt: Im Marketing, Sponsoring, auch in der Kommerzialisierung unseres Fat Pipe Stores, und natürlich in der Arbeit mit den Sponsoren, dem Verband und dem Sportamt.

Das klingt aber auch nach viel Aufwand…
Ja, es gibt wahnsinnig viel zu tun. Ich bin nur ehrenamtlich Präsident, dabei könnte ich eigentlich hundert Prozent meiner Zeit für die Sektion aufwenden. Aber ich bin nicht der einzige: Wir sind semiprofessionell organisiert, das heisst, viele von uns haben noch einen anderen Job als Haupttätigkeit. Auch die meisten Spieler der 1. Mannschaft arbeiten noch 80 Prozent in ihrem Beruf. Hier kann ich nur sagen: Hut ab vor den ganzen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Spielern, die so viel Zeit in den Verein stecken und mit Herzblut dabei sind. Manchmal bin ich etwas neidisch auf unseren Profi-Fussball, wo Personen hauptberuflich angestellt werden können. Es muss auch unser Ziel sein, die Strukturen zu professionalisieren und mehr Einnahmen zu generieren, sodass wir die Mittel zur Verfügung haben, um Personen einzustellen.

Gibt es ein Projekt, das Dir besonders am Herzen liegt?
Natürlich alles, was GC angeht. Aber was mir ein spezielles Anliegen ist, ist die Förderung des ambitionierten Breitensports. Bei uns ist aktuell nach der U16B Schluss. Nun wollen wir dafür sorgen, dass wir auch diejenigen Spieler, die keinen Leistungssport ausüben möchten, behalten können. Dafür wollen wir eine U18C aufbauen, um damit auch durchgehend ein Angebot bis zu unseren Herren 2 zu haben.

Wie bist Du selbst zu GC Unihockey gekommen?
Mein Sohn hat in unserem Wohnort Meilen mit dem Unihockeyspielen begonnen und hat mit 15 Jahren zu GC gewechselt. Ich habe daraufhin beim Supercup Oliver Steeg kennengelernt, der selbst langjähriges Vorstandsmitglied bei GC Unihockey ist und mich motiviert hat, mich in der Sektion zu engagieren. Schliesslich habe ich den Business Club «Golden Stick» übernommen. Als Dario Pasquariello sagte, er mache als Präsident nicht mehr weiter, habe ich mich zur Verfügung gestellt. Das Amt hat mich gereizt, weil es fast wie das Führen eines kleinen Unternehmens ist.

Was ist an GC besonders?
Die Sportarten- und sektionsübergreifende Identifikation und der Stolz auf einen Brand «GC» gepaart mit dem Streben nach sportlichem Erfolg.


Interview: Nadja Fitz

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