Vom 4. bis 7. Dezember 2025 fand das Swiss Junior Open in Langnau am Albis statt. Insgesamt traten 160 Juniorinnen und Junioren an, darunter 62 Spielerinnen und Spieler aus der Schweiz. Das internationale Feld bot den Nachwuchstalenten eine ideale Bühne, um ihre Fortschritte zu zeigen, Erfahrungen zu sammeln und sich mit Konkurrenz aus aller Welt zu messen. Besonders beeindrucken konnte dabei GC Junior Morris Frey, der in der Kategorie U17 antrat.
Siegeszug und Revanche
Morris Frey war als 5/8 gesetzt, wurde in der Setzliste des Turniers also auf die Plätze 5 bis 8 eingestuft. Nachdem er die erste Runde überspringen durfte, besiegte er in der zweiten Runde den Schweizer Harry Motte mit einem soliden 3:0. In der dritten Runde traf der 16-Jährige auf den 3/4 gesetzten Deutschen Marc Weisshaar, gegen welchen Frey vor einem Jahr 0:3 verloren hatte. Diesmal kehrte Frey den Spiess um und entschied das Match dank einem selbstbewussten Auftritt mit 3:0 für sich. Im Halbfinale wies er sogar den Iren Christian Dromgoole, die Nummer 1 des Turniers, in die Schranken: Nach einem umkämpften Spiel stand es am Ende 3:1, womit Frey ins Finale gegen den als Nummer 2 gesetzten Deutschen Levi Visser einzog. Erst dort musste sich Frey schliesslich mit 2:3 knapp geschlagen geben. «Levi Visser war aufgrund seiner Mentalität und seines Kampfgeistes ein sehr schwieriger Gegner», zieht Morris Frey Bilanz. «Ich freue mich aber schon auf die nächste Begegnung mit ihm.»
Bester Schweizer Teilnehmer
Dieser Podestplatz war eine Überraschung, vor allem, weil Frey vor dem Turnier verletzungsbedingt für zwei Wochen ausser Gefecht war. «Trotz der Verletzung und meiner 5/8-Setzung wusste ich, was ich erreichen kann», so Frey. «Ich habe mich mit diversen Trainern auf diesen Moment vorbereitet.» Mit diesem Erfolg stand Frey bereits zum dritten Mal auf einem internationalen Podest. «Dieses Mal war es aber nicht irgendein Podest, sondern mein Heimturnierpodest», freut sich Frey, der dieses Jahr als einziger Schweizer so weit kam. Nun fokussiert er sich auf die beiden nächsten wichtigen Turniere, die Schweizer Elite Meisterschaft SEM und das German Junior Open.
Auch die drei weiteren GC Junioren zeigten solide Leistungen: Carlo Empoli erreichte in der Kategorie U17 Rang 16, in der Kategorie U19 belegten Barnabas Szellö Rang 14 und Paul Berger Rang 20.
Pamela Schefer




