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U22-FRAUEN GEWINNEN PROBASKET-MEISTERSCHAFT
Foto: zVg

U22-FRAUEN GEWINNEN PROBASKET-MEISTERSCHAFT

Nach einer hervorragenden Saison standen die U22 Damen von GC Basketball im Final der Nordostschweizer ProBasket-Meisterschaft. In einem dramatischen Finalspiel sicherte sich das Team von Jurij Lambrecht den Sieg.

An der ProBasket-Meisterschaft treten die besten Teams aus der Ostschweiz, Vorarlberg und Liechtenstein gegeneinander an – darunter auch das GC U22 Team der Damen. «Ursprünglich gründeten wir das U22-Team vor allem, damit unsere Damen mehr Matches spielen können», erklärt Coach Jurij Lambrecht. Doch aus Spass wurde Ernst: Jeder Sieg stachelte den Ehrgeiz der Frauen weiter an und stärkte das Selbstvertrauen der Spielerinnen. Dank zahlreichen Top-Spielen im Laufe der Saison sicherten sich die U22-Damen den zweiten Meisterschaftsplatz und qualifizierten sich damit für das Final Four-Turnier vom 21. April. Nichts weniger als der Sieg war das erklärte Ziel der U22. Im Halbfinal bezwangen sie die Coldcoast Wallabies problemlos und rückten so in den Final vor. Gegner war der BC Arlesheim, der in dieser Saison bereits in einem knappen Spiel gegen GC gewonnen hatte und als Favorit galt. Aber der Final bot die Chance zur Revanche.

Starker Start ins Finalspiel

GC vermochte den Schwung aus dem Halbfinal in das erste Viertel gegen Arlesheim mitnehmen. Obwohl GC wegen zahlreichen Abwesenheiten nur mit sechs Spielerinnen antraten, überrannten sie den Favoriten phasenweise und zeigten ihre offensichtliche Stärke: Jede Spielerin kann punkten. Allen voran Zoe, mit 16 Jahren die Jüngste im Team und Fiona, die mit 18 Jahren bereits NLA-Erfahrung mitbringt und die Schweiz an der U16 EM vertrat. Bei GC stimmte einfach alles und nach 10 Minuten stand es 19:10 für die in Rot spielenden Frauen. Allerdings nutzten die Gegnerinnen die Pause, um ihr Spiel umzustellen. Die Arlesheimerinnen verteidigten nun in einer Zone. Das verschaffte ihnen Luft, um ihrerseits ihre Klasse auszuspielen. Sie machten es GC sehr schwer, Punkte zu erzielen und tankten Selbstvertrauen. Der Vorsprung schrumpfte kontinuierlich und wurde zu einem Rückstand. Doch noch war nichts verloren.

Druckphase im dritten Viertel

Das dritte Viertel war eine ständige Druckphase der Arlesheimerinnen. Obwohl Coach Jurij sehr geschickt immer wieder Timeouts einforderte und so für Erholung sorgte, litt die Treffsicherheit unter dem permanenten Druck. Immerhin blieb die Verteidigung von GC makellos und überaus fair, während Arlesheim sich oft nur mit Fouls gegen das energische Tempospiel zu wehren wusste. Bei den Zuschauern machte sich leichte Ernüchterung breit, es sah nicht gut aus für das letzte Viertel. Doch die GC Spielerinnen nahmen zwei wichtige Erkenntnisse mit in die letzte Pause. Erstens waren bei Arlesheim die besten Spielerinnen mit fünf Fouls aus dem Spiel. Zweitens war der Teamgeist ungebrochen: Man lief füreinander, feuerte sich an, verzieh Fehler und bejubelte gute Aktionen.

Sieg in letzter Minute

Das vierte Viertel wurde zum offenen Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts. 7 Minuten vor Spielende lag GC 11 Punkte zurück, doch in den letzten Minuten spielte das Team grandios auf. Alle 6 Spielerinnen lieferten Punkte: Mit spektakulären Aktionen erarbeiteten sich Captain Viviana, Anna Mia und Fiona den Gleichstand 90 Sekunden vor Schlusspfiff. Die Halle bebte, das GC-U16-Damen-Team stand auf den Bänken und feuerte ihre älteren Freundinnen frenetisch an. Die Favoritinnen waren nun sichtlich nervös und dank zwei perfekten Freiwürfen von Michelle ging GC mit 2 Punkten Vorsprung in die letzte Minute. Zoe war ein letztes Mal erfolgreich und Céline traf noch einen Freiwurf, dann endete das wohl intensivste Spiel des Final Four 2024. Der Entstand lautete 64:59. Dank grossem Team-Spirit, unermüdlichen Einsatz, Tempo und Solidarität hatte GC ein grossartiges Comeback geschafft und den Sieg erkämpft. «Mit unserer Dynamik und unserer Lauffreude konnten wir dem taktischen und abgebrühten Spiel der Gegnerinnen standhalten», so Jurij über den Match.

GC Frauen im Aufschwung

Zum Sieg beigetragen hat die Zusammenarbeit mit dem Basketballclub Baden. Während einige GC Spielerinnen mit Baden Erstliga und NLA spielten, unterstützten Badenerinnen das Team GC. Trainiert wurde jeweils gemeinsam, abwechslungsweise in Baden und in Zürich. «Die Zusammenarbeit war ein voller Erfolg», resümiert Jurij Lambrecht. «Das Team ist in dieser Saison zusammengewachsen und die Spielerinnen konnten viel profitieren.» Auch für Baden hat sich die Kooperation gelohnt. Denn das Team gewann mit Unterstützung von sieben GC Spielerinnen den Meisterschaftstitel in der ersten Liga. GC demonstrierte an diesem Wochenende im April die Stärke im Frauen-Basketball. Denn auch das U16-Team erreichte das Final Four; das U14- und U22-Team gewannen sogar die ProBasket-Meisterschaft. 

Simon Wyss / Nadja Fitz

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