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VERSÖHNLICHER DRITTER RANG FÜR DIE LANDHOCKEY-HERREN

VERSÖHNLICHER DRITTER RANG FÜR DIE LANDHOCKEY-HERREN

Final Four vor Heimpublikum für GC: Die Herren gingen hoffnungsvoll ins Wochenende, auch wenn sie um die Qualitäten des Halbfinalgegners wussten. Schliesslich konnten die Landhockey-Herren den Meistertitel nicht holen. Trotzdem war die Veranstaltung ein voller Erfolg – nicht nur aus sportlicher Sicht.

Dass die Final Four kein Spaziergang werden, war den Landhockey-Herren von Anfang an klar. Denn weil die gegnerischen Teams in den letzten Spielen vor dem Final Four noch einige Punkte gut machen konnten, qualifizierte sich GC nur als Vierter für die Finalrunde. Das bedeutete, dass das Team bereits im Halbfinal auf den Topfavoriten und mehrfachen Schweizermeister Rotweiss Wettingen traf. Trotzdem hoffte es, um den Meistertitel mitspielen zu können. Dass das möglich ist, zeigte es im vergangenen Jahr, als es im Finalspiel nur knapp gegen Rotweiss verlor und Vizemeister wurde. Doch für einen Sieg wäre eine herausragende Leistung notwendig gewesen.

Kampf gegen die Übermannschaft

Lange kämpften GC und Wettingen auf Augenhöhe. Doch dann fiel noch in der ersten Halbzeit das 1:0 und die Zuversicht erhielt einen ersten Dämpfer. Nach kleinen, individuellen Fehlern hiess es 2:0. OK-Präsident Toni Haberthür gibt zu: «Das war nicht unser bester Match, und gegen einen Gegner wie Rotweiss Wettingen hat das leider nicht gereicht.» So konnte sich GC nicht für den Final qualifizieren. «Vielleicht hat an diesem Tag doch der letzte Glaube gefehlt», sinniert Haberthür.

Ein Versprechen für die Zukunft

Am nächsten Tag war der Glaube aber da. Die Einstellung und das Auftreten sagten bereits alles. «Die Jungs waren bereit», so Toni Haberthür. Im Spiel um Platz drei gegen Luzern war GC klar das bessere Team und gewann mit 4:1 verdient die Bronzemedaille. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr eine solche Leistung abzurufen, sei auch eine Charakterfrage, ist sich der OK-Präsident sicher. Damit zeigten die Landhockeyspieler auch dem ausgelassenen Publikum, dass sie eigentlich noch weiter vorne mitspielen und RW Wettingen den Meistertitel, den diese zum zehnten Mal in Folge gewannen, streitig machen könnten.

Familiäre Hockeykultur in Zürich

Mit diesem versöhnlichen Abschluss ging ein stimmungsvolles Zürcher Hockeyfest zu Ende. «Das gute Wetter hat sicher dazu beigetragen, dass wir zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer hatten», resümiert Haberthür. Der Anlass wurde zu einem Treffen der Hockeywelt, wo sich Junioren, Seniorinnen, Gönner und Angehörige trafen. Weil das Turnier auf dem Platz des Stadtrivalen stattfand, waren auch viele Red Sox vor Ort, zu denen man ein freundschaftliches Verhältnis pflegt.

Voller Einsatz für GC Landhockey

Dass ein solcher Anlass in Zürich durchgeführt werden konnte, ist nicht selbstverständlich. Unzählige Freiwillige halfen während drei Tagen an der Kasse, am Speakermikrofon, beim Auf- und Abbau oder beim Kuchenbacken. «Bei den vielen Helferinnen und Helfern möchte ich mich herzlich bedanken. In unser Sportart leben wir vom freiwilligen Engagement. Zu sehen, wie viele bereit waren, das Team und den Club zu unterstützen, war eine grossartige Erfahrung», blickt OK-Präsident Haberthür zurück. Als Dankeschön für den Einsatz fand am Samstagabend ein Apéro riche statt, an dem die rund 80 Helferinnen und Helfer gefeiert wurden.


Nadja Fitz

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