Count
VOM NACHWUCHSTALENT ZUM CAPTAIN
Foto: Tobias Wagen

VOM NACHWUCHSTALENT ZUM CAPTAIN

Dylan Hasenböhler trägt seit dieser Saison die Captain-Binde bei GC Unihockey. Der Verteidiger ist ein echtes GC Eigengewächs: Er hat sämtliche Nachwuchsstufen durchlaufen, früh den Sprung in die erste Mannschaft geschafft und bereits internationale Erfahrungen gesammelt. Im Interview erzählt Dylan, wie er in seine neue Rolle hineingewachsen ist, welche Ziele er verfolgt und weshalb GC für ihn weit mehr als nur ein Verein ist.

GC INSIDER: Dylan, ihr seid bereits mitten in der Saison. Wie hast du dich in dein neues Captain-Amt eingelebt? Gab es besondere Herausforderungen oder überraschende Momente?

Dylan Hasenböhler: Es ist für mich eine riesige Ehre, Captain nach so grossen Namen wie Joël Rüegger, Luca Graf, Michael Zürcher oder Aleš Jakůbek zu sein. Ich habe mich gut in das Amt eingewöhnt, vor allem dank der Unterstützung unserer erfahrenen Spieler.

Die grösste Umstellung ist sicher die zusätzliche Verantwortung abseits des Feldes, insbesondere im Umgang mit den Schiedsrichtern. Als Captain bist du automatisch die erste Ansprechperson, und viele Anliegen landen direkt bei dir. Überrascht hat mich, wie viele spontane Entscheidungen man treffen muss. Aber mit der Zeit wird vieles intuitiver.

Was sind deine Ziele für diese Saison und für dein erstes Jahr als Captain? 

Ich spiele Unihockey, um Titel zu gewinnen. Mein Anspruch ist es, in jedem Spiel alles für den Sieg zu geben. Dies passt perfekt zu unserem Saisonmotto: «Schlacht». Jede Partie ist eine neue Schlacht, und wir wissen: Wir gewinnen nur, wenn wir mental voll drin sind.

Als Captain möchte ich auf dem Spielfeld noch mehr Verantwortung übernehmen und gerade in schwierigen Momenten als Leader vorangehen. Das Amt ist ein wichtiger Schritt in meiner persönlichen Karriere und Entwicklung. Bisher war ich eher ein Leader auf dem Feld und weniger jemand für viele Worte daneben. Auch wenn ein Captain nicht zwingend laut sein muss, möchte ich präsenter sein, Energie geben und in diesen Momenten bewusster auftreten.

GC setzt stark auf den sogenannten Swiss-Way: Der Verein setzt konsequent auf Schweizer Talente, eine Mischung aus jungen Eigengewächsen und erfahrenen Spielern. Welche Rolle nimmst du im aktuellen Generationenwechsel ein? Und welche Chancen siehst du für den Club?

Ich stehe genau zwischen diesen beiden Welten: Ich bin 22 Jahre alt und seit klein auf bei GC, habe aber gleichzeitig bereits viele Erfahrungen gesammelt, zum Beispiel in der ersten Mannschaft, in Playoff-Serien, Finals sowie an einer Weltmeisterschaft und zwei U19-Weltmeisterschaften. Damit bin ich eine Art Bindeglied im Team. Ich habe viel von den älteren Spielern gelernt und kann jetzt den jüngeren viel weitergeben. Durch meine Einstellung und meinen Einsatz möchte ich vorangehen und als Beispiel dienen.

Dass so viele junge Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs kommen, begeistert mich. Sie bekommen früh Verantwortung und Spielzeit, was sie stärker macht. Gleichzeitig sind unsere erfahrenen Spieler enorm wichtig, um sie zu begleiten. Für den Club liegt eine grosse Chance darin, wenn diese jungen Spieler langfristig im GC-Trikot bleiben. Das Potenzial in dieser Mannschaft ist riesig.

Du hast bereits im Nachwuchs bei GC begonnen und bist dem Club treu geblieben. Was macht GC für dich so besonders?

GC ist für mich wie eine zweite Familie und ich spüre eine grosse Verbundenheit. Ich bin hier sportlich und menschlich gewachsen und kenne die Werte, die im Verein gelebt werden. Mir gefällt das Teamleben, die Kultur im Alltag und wie wir miteinander arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem anderen Team in der Schweiz zu spielen.

  • Dylan Hasenböhler trägt seit dieser Saison die Captain-Binde bei GC Unihockey. Foto: Gabi Schwarz
  • Die grösste Umstellung für Dylan (rechts) ist die zusätzliche Verantwortung abseits des Feldes. Foto: Tobias Wagen
  • HEUGÜMPER-PÄCHTERIN PAM ANGST VERABSCHIEDET SICH
  • MISSION WNLB: DER NÄCHSTE SCHRITT FÜR DIE BASKETBALL SEKTION
  • «DIE STRAHLENDEN GESICHTER SIND LOHN GENUG»