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Wunderkinder und Wartelisten: Die Foxi-Kids auf Erfolgskurs

Wunderkinder und Wartelisten: Die Foxi-Kids auf Erfolgskurs

Die GC Sektion Handball setzt den Fokus auf den Nachwuchs – mit Erfolg: Das Nachwuchs-Programm «Foxi-Kids» erfreut sich grosser Beliebtheit und wird laufend ausgebaut. Mittlerweile trainieren in der Stadt Zürich über 160 Kinder von U7 bis U13 in zehn Teams, nächste Saison soll ein weiteres dazukommen.

Durch Corona fehlte es GC Amicitia wie vielen Vereinen an Nachwuchs. Nachdem während der Pandemie und dem Lockdown die Neueintritte etwas zurückgingen, hat sich die Situation für den grössten Handballverein der Schweiz nun aber deutlich entspannt. «Lange war unklar, wie viele Kinder nach der akuten Phase der Pandemie kommen würden», erinnert sich Luisa Schönenberger, Trainerin des FU13-Leistungsteams und Leiterin der Foxi-Kids. Doch mittlerweile kommen die Kinder wieder in Scharen, bei den meisten Teams bestehen bereits Wartelisten. Schönenberger findet es wichtig, schon die Kleinsten für Handball zu begeistern. Im vergangenen Herbst riefen die Foxi-Kids deshalb in Wollishofen erstmals ein U7/U9-Team ins Leben. «Wir waren zu Beginn nicht sicher, ob wir überhaupt genügend Kinder für ein Team zusammenbringen würden, doch das Interesse war schliesslich riesig», freut sich Schönenberger. Schnell war auch dieses Team ausgebucht, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass im Vorfeld Schulklassen besucht und Flyer verteilt wurden.

Junge Trainer bedeuten Spass

Aufgrund der grossen Nachfrage plant GC nun ein weiteres U7-Team, das in der kleinen Sporthalle Utogrund trainieren wird. Auch dort sollen junge Trainerinnen und Trainer zum Einsatz kommen. «Da bei den Foxi-Kids der Spass im Vordergrund steht, werden wenn immer möglich junge Coaches eingesetzt, die zum Teil selbst noch als Spielerinnen und Spieler aktiv sind», erklärt Luisa Schönenberger. «Wenn ein 18-Jähriger oder eine 18-Jährige auf dem Platz steht, ist das etwas anderes für die Kinder, als wenn sie von einem 50-Jährigen trainiert werden», so Schönenberger, selbst 18 Jahre alt. Junge Coaches seien vom Alter und vom Kopf her nah bei den Kindern, was das positive Verhältnis von den Kids zu den Trainerinnen und Trainern enorm stärke. Nicht zuletzt bringe dies die Kinder auch handballerisch bedeutend weiter. Zwischendurch etwas «Seich» machen gehöre da dazu. «Dieser Rollenwechsel ist aber auch für die jungen Trainerinnen und Trainer eine äusserst wertvolle Erfahrung. Verantwortung zu übernehmen und ihr Wissen weiterzugeben, bringt sie nicht nur auf dem Spielfeld weiter, sondern auch im Alltag.»

Für Jungs und Mädchen

Besondere Handball-Talente können von den Foxi-Kids ins FU13-Leistungsteam (Mädchen) oder ins MU12-Leistungsteam (Jungs) wechseln. Auch deshalb, weil GC Amicitia laufend auf guten Nachwuchs angewiesen ist, investiert der Verein viel Zeit und Energie in die Kleinsten. Neben Besuchen in Schulklassen werden auch regelmässig Handball-Camps für Kinder durchgeführt. In den Sportferien fand gerade zum zweiten Mal ein reines Girls-Camp statt. «Wie in vielen Ballsportarten ist es schwieriger, Mädchen zu begeistern als Jungs», weiss Luisa Schönenberger, die selbst als 10-Jährige zu GC Amicitia kam und heute in der 1. Liga spielt. «Doch mit der richtigen Werbung und dem passenden Angebot erreichen wir auch die Mädchen.»

Pamela Schefer

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