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GC Basketball | 25.08.2017

BASKETBALL | ITALIANITÀ IM GC BASKET

Patricia De Luca-Gull und Elisabetta Negri, die beiden führenden Köpfe in der GmbH, der Profi-Abteilung von GC Basketball, seit kurzer Zeit am Ruder, bringen frischen Wind in die noch junge GC Sektion. Im Hintergrund werden sie von Alexandre De Luca tatkräftig unterstützt, der im Sport sehr gut vernetzt ist. Alle drei bringen nicht nur ihr Know how und ihre Arbeitsleistung ein, sondern sind auch Owner. Und jetzt konnte mit Marco Albanesi auch noch ein reputierter italienischer Trainer verpflichtet werden, dem als Basis die gute Nachwuchsarbeit der GCZ Wildcats Academy zur Verfügung steht, um die Profis in der NLB zu Erfolgen und schliesslich auch zum Aufstieg zu führen.

Offen ist noch die Position des Präsidenten. Der bisherige Präsident Dario Varkas, dem es nicht zuletzt dank seines ausgeglichenen Wesens und seiner diplomatischen Fähigkeiten gelungen ist, die Sektion wieder in ruhigere Gewässer zu steuern, möchte ins zweite Glied wechseln und fortan als Vizepräsident amtieren. Die turbulenten Zeiten in der GC Sektion Basketball wurden also überwunden. Die Altlasten konnten bereinigt werden. Der Fokus liegt nun einerseits auf der Weiterentwicklung der regionalen Teams (Damen 2. Liga, zwei Herren-Teams in der 3. Liga und ein Herren 4. Liga-Team). Im Profibereich geht es darum, die in der Academy ausgebildeten Talente der rund 300 sechs- bis 18-jährigen Juniorinnen und Junioren weiter zu entwickeln, damit sie dereinst die Profis verstärken können, die, so das erklärte Ziel der Owner der GC Basket GmbH, in spätestens drei Jahren in der NLA spielen sollen.

CEO Patricia De Luca Gull, früher mehrfache Schweizermeisterin im Basketball, inzwischen Trainerin (Meistermacherin U16), ist begeistert vom Zuspruch aus Basektball-Kreisen: „Es haben sich viele Leute gemeldet, die in den verschiedensten Bereichen uns unterstützen wollen. Jetzt liegt es an uns Führungsleuten, sie in einer guten Organisation richtig einzusetzen. Dass sie gute Strukturen aufbauen kann, hat Patricia De Luca Gull bereits im letzten Jahr bewiesen, als sie die Academy neu strukturiert hat, die nun als Ausbildungszentrum effizient und erfolgreich arbeitet. Auf eine wichtige Stütze kann sich Patricia De Luca Gull bereits verlassen: Elisabetta Negri, Fachfrau in Marketing und Sales, hat sich bereiterklärt, genau diesen Bereich innerhalb GC Basket GmbH zu übernehmen, und u.a. dafür besorgt sein, dass das bisherige „Stiefkind“ Kommunikation, neuen Schwung bekommt: „Als erstes werden wir einen Newsletter lancieren – der Start ist bereits geglückt – um die Community näher zusammen zu bringen“, ist Elisabetta Negri zuversichtlich, wieder Schwung in den GC Basketball zu bringen. Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, insbesondere auch für den Bereich Soziale Medien werden noch gesucht.

Die GC Basketballer sind nicht nur in der Halle in Bewegung. Was sie beeinflussen können, beeinflussen sie, um sportlich weiter zu kommen. Einen wichtigen Faktor für die Weiterentwicklung ist aber die Hallen-Situation: „Diese ist verbesserungswürdig. Wir müssen in drei Hallen hin- und herzügeln, was einen erhöhten Organisationsaufwand mit sich bringt und auch nicht gerade dazu angetan ist, Zuschauer zu binden oder den entsprechenden Kreisen Hospitality, zum Beispiel eine Lounge anzubieten“, sagt CEO Patricia De Luca Gull. In der Tat üben die GC Basketballer ihren Sport in den Hallen Birch, Fronwald und Rämibühl. Nicht einmal die  NLB-Teams können ihre Meisterschaftsspiele in ein und derselben Halle austragen. „Ab der neuen Saison ist der Livestream der Spiele vom Verband vorgeschrieben. Man stelle sich nur vor, wie allein das Equipment dafür von Halle zu Halle zu zügeln ist....“, ahnt Patricia De Luca Gull Böses, „und die zusätzliche Arbeit der Kommunikationsverantwortlichen, um die Zuschauer jeweils rechtzeitig zu informieren, wo die Spiele stattfinden“.  Wenn’s ein Trost sein soll, GC Basektball ist in dieser Hinsicht nicht allein – auch Voléro kämpft mit den gleichen Problemen. Aber um eine echte Professionalität zu erreichen, braucht’s tatsächlich Verbesserungen, vor allem auch eine Heimat. 

Eugen Desiderato