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28.04.2018

BASKETBALL | NEUE ORGANISATIONSSTRUKTUR UND HOHE ZIELE

In den letzten Monaten wurde die GC Sektion Basketball restrukturiert. Seit Ende März wird sie von einem neuen kompetenten, siebenköpfigen Vorstand mit Ronald Gull (50) an der Spitze geführt und strebt an, mit den Auftritten ihrer Teams das Interesse am Basketballsport in der Region Zürich zu steigern. Aushängeschild dabei sind die beiden NLB Teams der Damen und Herren.

In der GC Sektion Basketball sind die Breitensportler gut aufgehoben, während die Academy (Leitung: Juri Lamprecht) mit ihren rund 250 Junioren sowie die GmbH (Leitung Patricia De Luca-Gull und Elisabetta Negri) mit den beiden Elite-Teams in der NLB (Damen und Herren) durch einen Zusammenarbeitsvertrag an die Sektion angebunden sind, aber selbständig geführt werden. Durch den gleichzeitigen Sitz der GmbH-Verantwortlichen im Sektionsvorstand, ist der ständige Austausch gewährleistet. Alle Spielerinnen und Spieler sind bei der GC Sektion Basketball lizenziert. GC Basketball ist auch nationaler Stützpunkt für die Juniorenausbildung.

Neue Organisations-Struktur

Nach dem unerwarteten Rückzug des früheren Vorstands konnte nun dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem GC Zentralvorstand eine tragfähige neue Organisations-Struktur aufgebaut und umgesetzt werden , die Ende März von der Delegiertenversammlung gutgeheissen wurde. Der neue Präsident Ronald Gull ist zuversichtlich: „Wir haben jetzt eine gute Ausgangslage und können optimistisch in die Zukunft schauen und die Breitensportabteilung weiter ausbauen, insbesondere die Herren-Teams“. Dieser Aufgabe wird sich Vizepräsident Sönmez Ötztürk widmen. Ziel ist es, gegen einhundert Mitglieder zu haben. „Zur Erreichung dieser ehrgeizigen Vorgabe geben wir uns zwei bis drei Jahre Zeit“, sagt Ronald Gull. Zudem wird grosses Gewicht auf die Weiterentwicklung der in der GmbH geführten Elite-Abteilung gelegt, um den rund 20 Juniorinnen und Junioren, die gut ausgebildet jährlich aus der Academy kommen, eine Perspektive im eigenen Club bieten zu können, besonders bei den Herren NLB. Das Team, gebildet zu zwei Dritteln aus eigenen Junioren sowie einem „Teilzeit-Ausländer“ und vier Studenten, wird in der laufenden  Saison vom engagierten und bestens ausgewiesenen Coach Marco Albanesi gecoacht. Der Italiener führt ein Doppelmandat aus, nachdem er von Swiss Basketball zum Head Coach des U18 Männer-Teams berufen wurde und damit die junge Schweizer Nationalmannschaft an den nächsten European Championship betreuen wird. 

Gesucht: Eine Heim-Halle

Eine der wichtigsten Aufgaben hat der Präsident zur Chefsache erklärt: Die Lösung der Hallenprobleme. Ronald Gull steht dabei in engem Kontakt mit den Verantwortlichen des Sportamts der Stadt Zürich und lobt deren Bestrebungen zur Kooperation. „Selbstverständlich streben wir eine echte „Heim-Halle“ an, im Bestreben, sowohl die Junioren als auch die Senioren in derselben Halle trainieren bzw. spielen zu lassen. Die Interaktion zwischen den verschiedenen Leistungsstufen ist sehr wichtig“, erklärt Ronald Gull. Ideal wäre dafür die Halle Birch, in der schon jetzt die NLB Teams neben Voléro Zürich spielen, nicht nur, weil die Grösse stimmt, sondern weil Basketball idealerweise auf Parkettboden gespielt wird. Die Halle Fronwald verfügt auch über einen solchen Boden, doch bestehen dort Probleme mit der Zeichnung: „Der Verband hat uns schon zweimal eine Busse auferlegt, weil zwei Linien nicht aufgemalt, sondern nur geklebt waren...“, erzählt Ronald Gull. Um den Zuschauern Plätze mit guter Sicht auf das Spiel bieten zu können, ist eine Dreifachhalle erforderlich. In der Halle Leutschenbach, in der auch Junioren trainieren, können keine Spiele vor Publikum ausgetragen werden. Der Präsident hofft, dass er mit seinen Wünschen Gehör findet. Eine Heimhalle wäre auch aus logistischen Gründen sehr wünschenswert: Alle Spiele müssen nach Vorgabe des Verbandes via Livestream übertragen werden, wofür entsprechendes Equipment nötig ist, das nicht ständig von Halle zu Halle transportiert werden kann, bzw. nur schwerlich. Und dann wäre es auch für das Zuschauerinteresse förderlich, wenn für die Interessenten klar wäre, wo Basketball gespielt wird. „Denn das Interesse ist da“, ist Ronald Gull überzeugt: „Was in Spanien, Frankreich, Deutschland und Italien klappt, sollte doch auch in der Schweiz möglich sein, zumal hierzulande viele Leute aus Basketball-affinen Ländern wohnen“, sagt er sich.

Finanzielle Unterstützung nötig

Während die Academy mit den Subventionen und Beiträgen selbsttragend ist, werden für die Finanzierung der Elite-Abteilung Sponsoren gesucht, eine Aufgabe, die vom Sponsoring-Verantwortlichen Didier Jeanjaquet übernommen wird, bei der aber auch der Präsident Ronald Gull unterstützend wirken wird, ebenso bei der Intensivierung der Beziehungen zwischen GC Basketball und den nationalen und regionalen Verbänden. 

Eine Basketball-Familie

Der in Zürich geborene Ronald Gull promovierte im Bereich Mikroelektronik und ist heute in einer Führungsposition bei einer Zürcher Niederlassung eines amerikanischen Unternehmens tätig. Nachdem deren Fokus vermehrt auf das Absatzgebiet Europa gelegt wird, kann Ronald Gull die bisher vielen geschäftlichen Auslandsreisen reduzieren, sodass er für die Führung der GC Sektion Basketball die nötige Zeit investieren kann.

Seine sportlichen Aktivitäten begann der junge Ronald Gull auf dem Zürichsee, im Ruderboot, lernte dann aber an der Kanti Wiedikon Basketball zu spielen und fand Gefallen daran. Obwohl im Ruder-Leistungssport erfolgreich („Unser grosser Traum, an der Junioren WM teilzunehmen platzte nur, weil wir ein Qualifikationsrennen verpasst haben.“ Zitat Gull), wechselte er in die Halle, war später während Jahren bei Wiedikon Spielertrainer, bevor er zum Basketball Club Zürich wechselte, in der 2. Liga und während einem Jahr in der 1. Liga spielte. Er übernahm verschiedenste Aufgaben im Basketballsport, so ist er auch noch heute in der höchsten regionalen Liga als Schiedsrichter tätig. Dank Wiedikon lernte er seine spätere Frau Patricia anlässlich eines vom Verein organisierten Basketball Camps, in Pennsylvania,  kennen. Sie war erfolgreiche NLA-Spielerin und später ausgewiesene Trainerin mit Nationalmannschafts und NLB Coaching-Erfahrung. Ronald Gull half ihr beim Aufbau der Junioren Abteilung des BC Zürich während einem Dutzend Jahre, als Trainer und Betreuer. Auch die Kinder haben Basketball im Blut: Die ältere Tochter studiert in den USA und spielt Basketball, der ältere Sohn spielte ebenfalls für ein Jahr in Übersee. Und die jüngste Tochter bestritt letztes Jahr die Basketball-Euro. 

Die Basketball Familie hat aber für den neuen Präsidenten eine weitere Dimension, die Sektion mit ihren TrainerInnen, HelferInnen und SpielerInnen, ist die eigentliche Familie, und sein Traum ist es eine selbstragende, eigenständige Organisation zu formen, die wie eine Familie über Generationen weiterlebt. „Wenn ich in ein paar Jahrzehnten, als ehemaliger Präsident im Ruhestand, spontan ins Birch komme, und dort ein NLA Basketballspiel geniessen kann, dann habe ich meine Aufgabe erfüllt.“

Eugen Desiderato

 

Der Vorstand von GC Sektion Basketball

Präsident: Ronald Gull

Vizepräsident: Sönmez Öztürk

Sportchefin: Patricia De Luca-Gull

Marketinchefin: Elisabetta Negri

Rechnungsführerin: Sara Giuliani

Aktuar: Mustafa Bayrak

Sponsoring: Didier Jeanjaquet