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24.08.2018

FUSSBALL | EIN «JA» ZUM ZÜRCHER FUSSBALL

Seit Jahren hoffen die beiden Zürcher Super League-Klubs, der Grasshopper Club Zürich wie auch der FC Zürich auf ein reines Fussballstadion. Ein gemeinsames, neues Stadion, das sie schnell benötigen, um ihre Aktivitäten wieder kostendeckend finanzieren zu können. Denn nur wenn es den Clubs finanziell gut geht, können sie auch ihre wichtige Funktion bezüglich Ausbildung und Integration wahrnehmen. 

Erfolgreiche Integration

Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag für die Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und übernehmen damit wichtige Aufgaben, die sonst mit erheblichem finanziellen Aufwand von der öffentlichen Hand getragen werden müssten. Vor allem auch der Fussball kann schlechthin als Integrationsmotor bezeichnet werden. 

Dies zeigen auch unlängst veröffentlichte Zahlen bezüglich Zusammensetzung sämtlicher Nachwuchsmannschaften des Grasshopper Club Zürich. Angefangen bei den Kleinsten (U9) bis hin zum U21 Team von GC besitzen von total 551 GC-Spielern 56,8 Prozent einen südeuropäischen Migrationshintergrund, davon haben mehr als die Hälfte ihre Wurzeln aus den Balkanländern. Auch bei den GC Frauen besitzen 35 Prozent südeuropäische Wurzeln; die Hälfte davon aus dem Balkan, die andere Hälfte aus Italien, Spanien und Portugal. Weitere knapp 11 Prozent haben ihre Abstammung aus Nord- oder Mitteleuropa. Daneben gibt es Spielerinnen mit Migrationshintergrund aus Südamerika, Asien, der USA und aus Afrika.

Der Grasshopper Club Zürich leistet hervorragende Arbeit sowohl bei den Junioren als auch bei den Aktiven. Er stellt mit dem GC/Campus ein vorbildliches Ausbildungs- und Trainingszentrum zur Verfügung, in dem ausgewiesene Fachkräfte als Trainer und Betreuer arbeiten. Den Fussballern aller Altersstufen werden Spielmöglichkeiten in den verschiedensten Leistungsstufen angeboten. Ein Angebot, das sehr kostenintensiv ist. Demzufolge müssen die Kosten auf verschiedenste Art hereingespielt werden. Ein wichtiger Pfeiler ist ein Fussball-Stadion, auf das der Grasshopper Club Zürich wie auch der FC Zürich seit Jahren hoffen. Ein gemeinsames, neues Stadion, das sie schnell benötigen, um ihre Aktivitäten wieder kostendeckend finanzieren zu können. Denn nur wenn es den Clubs finanziell gut geht, können sie auch ihre wichtige Funktion für die beliebteste Sportart der Schweiz wahrnehmen. Davon profitieren alle. 

"Zugpferd" neues Fussball-Stadion

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt die Spielstätte der Fanionteams. Das Stadion Letzigrund ist ein Leichtathletik- und Event-Stadion aber kein Fussball-Stadion. Deshalb können u.a. die national und international geforderten und nötigen Sicherheitsmassnahmen bei Fussballspielen nur sehr kompliziert und damit kostenintensiv umgesetzt werden. Darüber hinaus bringt ein echtes Fussballstadion mit einer stimmungsvollen Atmosphäre nicht nur mehr Fans ins Stadion, sondern auch die Sponsoringmöglichkeiten können nicht unwesentlich gesteigert werden. Das neu geplante Fussball-Stadion wird von beiden Stadtclubs als «Joint Venture» geführt, womit sie zu gleichen Teilen für den Betrieb und die Vermarktung verantwortlich sind. Das heisst die Vermarktungsrechte, wie Naming Right, Catering und Lieferantenverträge, werden so beim Grasshopper Club Zürich und beim FC Zürich liegen, womit deren wirtschaftliche Basis deutlich verbessert wird.

Ein Fussball-Stadion in Zürich – eine Leidensgeschichte in mehreren Akten 

Noch heute, bald 11 Jahre nach dem Abbruch des Stadion Hardtum steht an selber Stelle noch kein neues Stadion. Denn nach der ersten Vorlage für ein EM-Stadion, die vom Volk zwar angenommen, durch verschiedene Einsprachen jedoch blockiert und schliesslich nicht umgesetzt wurde, scheiterte auch der zweite Anlauf, dieses Mal an der Urne. Danach schrieb die Stadt Zürich einen Investorenwettbewerb für ein neues Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal aus mit rund 16'000 Plätzen. 2016 entschied sich der Zürcher Stadtrat für das Projekt «Ensemble» der beiden Investoren HRS Investment AG und Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse. Nachdem in den letzten Monaten weitere politischen Hürden genommen werden konnten, liegt der Ball nun erneut beim Zürcher Stimmvolk. Mit dem Entscheid des Zürcher Gemeinderats am 11. Juli 2018 werden die Zürcherinnen und Zürcher in wenigen Monaten nun zu dritten Mal an die Urne gebeten, um auf dem Hardturm-Areal über ein Fussballstadion zu befinden. Sagten die Stimmberechtigten im Jahr 2003 noch «Ja» zum ersten Projekt, scheiterte die zweite Vorlage 2013 nur sehr knapp; das Nein-Lager konnte 1'747 Stimmen mehr hinter sich vereinen. 

Ein stimmiges Projekt für alle

Für die Befürworter ist klar: Sämtlichen in den beiden vergangenen Projekten genannten Forderungen wurde Rechnung getragen: Das Projekt «Ensemble» ist privat finanziert und sehr ausgewogen gestaltet. Viele Menschen werden von der Neugestaltung des Hardturm-Areals profitieren können. Neben dem Fussballstadion wird es über 170 gemeinnützige Genossenschaftswohnungen geben, viel Platz für modernes urbanes Wohnen und Raum für das Gewerbe. Nicht zu vergessen ist auch die Gesamtgestaltung des Quartiers mit Erholungszonen, Platz für Märkte und Veranstaltungen. 

Ein Ja zum Stadion bedeutet ein Ja zum Zürcher Fussball.

Ausführliche und ständig aktualisierte Informationen zum Stadionprojekt.

red