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GC Gesamtclub | 26.02.2021

"HEUGÜMPER": AB 22. MÄRZ WIEDER OFFEN?

Die ganze Schweiz hofft auf den Rückgang der Corona-Fallzahlen und der damit verbundenen Hoffnung, dass der Lockdown zumindest gelockert wird und die Restaurants wieder Gäste empfangen können, damit auch das soziale Leben wieder in die Gänge kommt. Auch die Pam und Fredy Angst, Betreiber des GC Clublokals "Heugümper" erwarten sehnlichst das "Go". Eine leise Hoffnung besteht, dass dieser sehnlichste Wunsch am 22. März in Erfüllung gehen könnte, wenn die vom Bundesrat festgelegten Kriterien erfüllt sein werden. Allein diese sind derzeit noch nicht bekannt, was auch die Betreiber des "Heugümper" nachdenklich stimmt. Sie möchten nicht länger in der Ungewissheit leben, sie brauchen eine Planungssicherheit.

Seit über 20 Jahren führt Pam Angst den "Heugümper", der nicht nur eine konstant exzellente Küche, sondern auch Sitzungsräume mit edlem Ambiente zu günstigen Mietkonditionen bietet, in zentraler Lage zwischen dem Paradeplatz und dem Münsterhof. Pam, wie sie von den meisten Gästen angesprochen wird, hat zusammen mit ihrer Crew den "Heugümper" zu einem gern und gut besuchten Spitzen-Restaurant gemacht. Seit drei Jahren wird sie in ihren Anstrengungen von ihrem Gatten Fredy Angst tatkräftig unterstützt. Er ist eine wichtige Stütze durch seine Tätigkeit im "Backoffice" und von Kindesbeinen an GC Fussball-Fan und erwartet nichts sehnlicher, als dass das Team am Ende der Saison im "Heugümper" den Wieder-Aufstieg feiern kann. Im GC Clublokal hält er seiner Gattin den Rücken für die Führung des Restaurants "an der Front" frei. Und in seinem "Hauptberuf" führt er die 1985 von ihm gegründete B-N Service AG, ein Unternehmen, das auf die Ausrüstung von Gastronomiebetrieben spezialisiert ist. Der gelernte Koch und profunde Kenner der in- und ausländischen Gastronomiebranche machte sich einen besonderen Namen mit sogenannten gastronomischen Trend-Touren durch Zürich und bedeutende Gastro-Metropolen in aller Welt, bei denen Hoteliers, Wirte, Lieferanten und vielen anderen aus der Branche die Möglichkeit geboten wird, unter Angsts kundiger Führung Ideen zu sammeln und Ratschläge einzuholen. In diesem Zusammenhang führten seine kulinarischen Entdeckungs-Reisen zum Beispiel nach Chicago, New York, Barcelona, Dubai, London, Hamburg usw. Er ist in verschiedenen Berufsverbänden engagiert, u.a. auch seit Gründung des "Best of Swiss Gastro Award" deren Fachjury-Präsident – und ständig auf der Suche nach erfolgsversprechenden Gastro-Trends.

Der "Heugümper" wird von Business-Leuten im Parterre und von GC Mitgliedern und Gästen im 1. Stock im Clublokal besucht. Sie alle schätzen die umsichtig zusammengestellte Karte, die konstante Qualität der fernöstlich, mediterran und französisch inspirierten Gerichte und die Weinkarte mit erlesenen Tropfen. In den vergangenen Jahren florierte der "Heugümper", bis, ja bis die Pandemie das Leben durcheinander wirbelte. Negativ zu Buche schlug dann im vierten Quartal des letzten Jahres der gegen Ende verordnete Teil-Lockdown, das Ausbleiben der Touristen, sowie der Berufstätigen im engeren und weiteren Umkreis des Paradeplatzes, die mehrheitlich im Homeoffice arbeiteten, das in diesen Zeiten zwar nicht erfunden, aber auf breiter Basis eingeführt wurde. Die Folge war – trotz nicht unerheblicher Investitionen in corona-taugliche Gasträume ein markanter Rückgang der Gästezahlen. "Wenigstens konnten wir in den Sommermonaten des letzten Jahres noch gut arbeiten, auch dank des Entgegenkommens der Stadt Zürich, die Aussenplätze zu erweitern. Aber die für unser Segment einträglichste Periode, vor- und während der Weihnachtszeit mit den vielen Banketts und Caterings war total weggebrochen", erzählt Fredy Angst und weist darauf hin, dass der "Heugümper" dank des grosszügigen Entgegenkommens des Vermieters der Liegenschaft, eine von GC Mitgliedern gehaltene Aktiengesellschaft, der Betrieb gehalten werden kann. "Versicherungsleistungen und Kurzarbeitsentschädigungen etc. haben auch dazu beigetragen", ergänzt Fredy Angst, weist aber auch darauf hin, dass die ständigen Anpassungen der Vorschriften durch Bund und Kanton die Nerven arg strapazierten. "Wir haben aber stets darauf geachtet, dass wir den Betrieb im Interesse unserer Gäste offen halten konnten, auch wenn die zwischenzeitlich geltende Regelung, um 19 Uhr zu schliessen, unser einträglicheres Abendgeschäft kappte." Unter diesem Aspekt waren die Gastro-Betreiber eher froh, dass mit der vom Bundesrat anfangs Jahr beschlossenen Gesamtschliessung wenigstens Planungssicherheit herrschte, auch wenn auf einem völlig unbefriedigenden Niveau. "Wir haben während des aktuellen Lockdown quasi auch gleichzeitig unsere Betriebsferien bezogen und werden dafür in der Sommer-Ferienzeit nur kurz schliessen. Im übrigen werden wir unsere Kraft voll dafür einsetzen, dass wir in Zukunft wieder rentabel arbeiten können, denn wir fangen bei Null an", sagt Pam Angst. Aktuell warten sie und ihr Gatte dringend auf das "Go", hoffentich am 22. März. Auch die Gäste warten darauf, die anerkannt ausgezeichneten Suppen, des Cordon-bleu mit Gorgonzola oder das spezielle Tartar sowie die weiteren kulinarischen Highlights im GC Clublokal geniessen können...

Eugen Desiderato