Menu
22.09.2017

BASKETBALL | "LEIDENSCHAFT VERMITTELN."

Der 43-jährige italienische Basketball-Trainer Marco Albanesi hat anfangs September seine Tätigkeit als Trainer des NLB-Teams des Grasshopper Club Zürich angetreten. Er wird aber auch Impulse für die GCZ Basket-Academy geben.

Albanesi, Instruktor des „Italian National Coaches Committee (CNA)“ war während sieben Jahren Head-Coach bei LTC Sangiorgese Basketball in der italienischen Liga B, nachdem er zuvor vier Jahre die Accademia Basket Altomilanese als Technischer Direktor geführt hatte. Zudem verfügt er über Erfahrungen im Junioren-Basketball. Er verfügt auch über diverse Management-Diplome. Die GC Verantwortlichen sind über die Verpflichtung des reputierten Trainers glücklich. GC INSIDER hat mit ihm gesprochen. 

Was zeichnet Sie aus als Trainer?

Marco Albanesi: Ich würde sagen, ich bin ein Trainer der den Spielern Leidenschaft vermittelt; Leidenschaft für das Spiel, aber auch dafür, sich voll einzusetzen und aufzuopfern. Ich versuche immer gut vorbereitet zu sein, will mich ständig weiterbilden und auf der Höhe der neusten Entwicklungen sein. Dabei stelle ich mich auch immer wieder selber in Frage und suche ständig mit allen die Diskussion über Basketball. Alles kann Inspiration sein und mich als Trainer wie auch persönlich weiter bringen. Im Umgang mit den Spielern versuche ich stets positiv und konstruktiv zu wirken. Die Spieler sollen sich wohlfühlen und keine Angst vor Fehlern haben. Ich möchte sie ermutigen, stets die Herausforderung zu suchen und nie aufzugeben.

Was gab den Ausschlag, sich für ein Engagement im Ausland zu entscheiden?

Schon seit längerer Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Ich bin eine aufgeschlossene Person und empfinde es als Bereicherung, andere Mentalitäten und Kulturen kennenzulernen. Zürich ist eine wunderbare Stadt und der GC hat eine stolze Tradition. Daher bin mir sicher, dass gerade diese Erfahrung hier mich als Trainer aber auch als Mensch weiterbringen wird.

Sie sind erst seit wenigen Wochen beim GC tätig. Wie gut haben Sie ihr Team schon kennengelernt?

Es ist noch zu früh, um sich ein Urteil zu bilden, gerade auch, weil es bisher aufgrund der schulischen und beruflichen Verpflichtungen der Spieler schwierig war, eine Kontinuität zu entwickeln. Es besteht aber sicherlich noch viel Luft nach oben und es gibt viele Dinge, die wir verbessern können.

Wie bewerten Sie den Basketball in der Schweiz?

Basketball ist sicher nicht die Hauptsportart der Schweiz oder die mit dem grössten Publikum, aber ich meine, dass sich in den letzten Jahren etwas getan hat und vielerorts der Wunsch zu spüren ist, Basketball auch in der Schweiz populärer zu machen. Dies wird nicht einfach und wir müssen uns auf einen langen Weg einstellen, aber so wie ich das sehe, sind hier alle Elemente vorhanden, um den nächsten Schritt zu machen.

Man erwartet von Ihnen im besonderen, dass Sie das Team weiterentwickeln und auch junge Spieler integrieren. Konnten Sie sich bereits einen Überblick verschaffen über das Potenzial der jungen Spieler. 

Die Ziele des Vereins sind klar. Es soll eine vielversprechende Truppe junger Spieler heranwachsen und die Spieler darauf vorbereitet werden, im Konzert der Grossen mitzuspielen. Daher liegt mein Fokus auch mehr auf der täglichen Arbeit im Training als auf den einzelnen Liga-Spielen. Alle Spieler verfügen über gute Voraussetzungen, es besteht aber auch ein grosses Entwicklungspotenzial sowohl was die Spielintensität betrifft, aber auch das Spielverständnis und das Zusammenspiel. Die Jungs nehmen ihre Aufgabe jedoch sehr ernst und saugen die neuen Konzepte auf wie ein Schwamm. Entsprechend bin ich zuversichtlich, dass wir mit der Zeit und durch intensives Training grosse Fortschritte machen werden.

Entspricht die Ausbildung an der GC Zürich Basketball Akademie internationalen Standards?

Die Akademie ist gut organisiert, man hat hier ein seriöses Projekt gestartet und will weiter wachsen. Dafür braucht es Zeit, aber das Projekt ist auf dem richtigen Weg.

Welche Ziele haben Sie sich persönlich gesetzt?

Ich möchte alles geben, um sowohl beim Verein als auch bei den Spielern einen positiven Eindruck zu machen. Es geht mir nicht bloss um Titel, sondern darum, allen zu helfen, sich zu verbessern und ihr Potenzial auszuschöpfen. 

Interview: e.n./desi-.