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GC Tennis | 24.08.2018

TENNIS | INTERCLUB NLA - ALLES WIE GEHABT

Nichts Neues an der Spitze des nationalen Tennis: Die Damen des Grasshopper Club Zürich haben im Rado Interclub NLA ihren Schweizermeister-Titel erfolgreich verteidigt und die GC Herren wurden, wie letztes Jahr, Vize-Schweizermeister. Herzliche Gratulation.

Bezüglich Dramatik erinnerte die Neuauflage des Damen-Finals zwischen GC und Nyon der letztjährigen Entscheidung. 2017 lieferten sich die gleichen Gegnerinnen einen äusserst engen Kampf. Dieses Jahr war’s nicht anders, ausser dem Austragungsort der Finalspiele, 2017 in Lausanne, dieses Jahr auf der Anlage des TC Seeblick mit vielen, begeisterten, hochzufriedenen Zuschauern. Und am Ende holten sich die Grasshopper Ladies in extremis den Titel, den insgesamt 37. in ihrer Clubgeschichte. 

Herren: TC Seeblick – Grasshopper Club Zürich 5:3

Im Final standen sich die letztjährigen Kontrahenten gegenüber: GC (Sieger im Halbfinal gegen Froburg Trimbach) und TC Seeblick (Halbfinalsieger gegen Neuchâtel), der Lokalrivale, der, genau wie 2017 auch heuer das bessere Ende für sich beanspruchte, obwohl die Grasshopper nach den ersten drei Einzeln noch geführt hatten. Sämtliche Matches der zweiten Einzelrunde gingen dann aber an Seeblick. Die Entscheidung fiel in den Doppelpartien zu Gunsten des 2018 ungeschlagenen TC Seeblick. Mit grosser Euphorie wurde der zweite Schweizermeistertitel der Clubgeschichte vor eigenem Anhang gefeiert.

Damen: Grasshopper Club Zürich – Nyon 4:3

Im Damen-Final lieferten sich die beiden besten Teams GC (im Halbfinal Siegerinnen gegen Chiasso) und Nyon (schlugen im Halbfinal Centre Sportif de Cologny) dramatische Spiele. Nach Abschluss der vier Einzel lag GC vermeintlich sicher mit 3:1 in Front. Kathinka von Deichmann, Mandy Minella und Amra Sadikovic gewannen ihre Partien. Besonders von Deichmann und Sadikovic lieferten sich mit ihren Gegnerinnen Timea Bacsinszky und Giorgia Brescia äusserst knappe Matches, die beide im Match-Tiebreak des dritten Satzes zu ihren Gunsten ausgingen. Sadikovic wehrte gar einen Matchball ab, bevor sie den dritten Punkt für GC ins Trockene brachte, womit die Ausgangslage vor den Doppel klar war: Von zwei Matches musste Rekordmeister GC zum erneuten Titelgewinn eines gewinnen. Aber die Spielerinnen aus Nyon bäumten sich nochmals auf, wollten eine erneute Finalniederlage nicht akzeptieren. Die Duos Bacsinszky/Perrin und Knoll/In-Albon sicherten Nyon mit knappen Siegen ein alles entscheidendes Champions Tiebreak auf zehn Punkte, in dem jeder Punkt entscheidend sein kann. Die beiden Teams konnten für dieses „Penaltyschiessen“ ihr Wunschdoppel nominieren, die Karten also nochmals neu mischen. Captain des GC NLA Damen-Teams, Vanessa Wellauer: "Trotz der vorangehenden Niederlagen unserer zwei Doppel war uns bewusst, dass wir eigentlich sehr gute Doppelpaarungen haben; schliesslich hatten wir bis zum Finaleinzug keine einzige Doppelpartie verloren. Wir hatten uns dann im Team besprochen und auch darauf geschaut, wie das „Energielevel“ und die mentale Verfassung der einzelnen Spielerinnen war. Schlussendlich war es aber auch klar, dass wir keine „neue“ Doppelpaarung für das Match-Tiebreak zusammenstellen werden. Nach Berücksichtigung all dieser Aspekte haben wir uns dann für unser erfahrenstes Duo, Sadikovic/Minella entschieden." Bei den Gegnerinnen spielte Bacsinzsky neu mit der Doppelspezialistin Knoll an der Seite. Zu einer hochklassigen Partie kam’s nicht, dazu waren die Damen zu nervös. Die GC Paarung verpasste drei Matchbälle, beim vierten aber unterlief Knoll ein Doppelfehler. Somit konnten sich die GC Spielerinnen in den Armen liegen und ihren erneuten Titelgewinn feiern.  Kathinka von Deichmann: «Wir zitterten an der Seitenlinie mit, waren hypernervös. Aber Minella und Sadikovic haben es super gemacht. Wir freuen uns alle total.“ Auf der anderen Seite war die Bernerin Knoll untröstlich, da halfen auch die aufmunternden Worte ihrer prominenten Kollegin, Paris-Halbfinalistin 2017, nichts, die nach ihrem Abstecher in den Interclub dann wieder bei den US Open im Einsatz stehen wird. Bleibt die Frage, worin die (Nerven-)Stärke der GC Ladies (2017 Sieg in extremis, dieses Jahr wieder) liegt. Nachmals Vanessa Wellauer: "Puh, schwierig zu sagen. Ich denke, dass eine unserer grossen Stärken unser guter Team-Spirit ist. Die meisten Spielerinnen sind schon sehr lange Teil des GC Teams. Sie kennen sich in- und auswendig, kennen die Stärken und Schwächen und wissen, dass jede bereit ist, für das Team bis ans Limit zu gehen."

Eugen Desiderato

Herren-Halbfinals

TC Seeblick s. CT Neuchâtel 5:1

Einzel: Facundo Bagnis (N1.3/2, ARG) s. Luca Margaroli (N2.14, SUI) 4:6, 6:1, 10:6. José Hernandez-Fernandez (N1.4/3, DOM) s. Mirko Martinez (N2.24, SUI) 6:4, 6:0. Marc-Andrea Hüsler (N1.8, SUI) s. Louroi Martinez (N2.28, SUI) 6:4, 7:5. Robin Roshardt (N1.10, SUI) s. Damien Wenger (N2.29, SUI) 6:2, 6:2. Alexander Ritschard (N2.11, USA/SUI s. Nicolas Uryson (N3.31, SUI/ARG) 6:3, 3:6, 10:6. Jakub Paul (N2.19, SUI u. Siméon Rossier (N3.41, SUI) 3:6, 6:4, 6:10. - Doppel: Wurden nicht mehr ausgetragen.

Froburg Trimbach u. Grasshopper Club Zürich 1:5

Einzel: Sergio Gutierrez-Ferrol (N1.4/1, ESP) u. Matteo Donati (N1.3/2, ITA) 3:6, 6:7. Michal Przysiezny (N1.4/3, POL) u. Alessandro Giannessi (N1.3/3, ITA) 1:6, 4:6. Sandro Ehrat (N1.4/4, SUI) s. Raphael Lustenberger (N1.5, SUI) 6:2, 6:2. Marco Chiudinelli (N1.6, SUI) u. Adrien Bossel (N1.9, SUI) 3:6 WO. Yann Marti (N2.12, SUI) u. Raphael Baltensperger (N2.16, SUI) 6:2, 5:7, 8:10. Vullnet Tashi (N2.17, SUI) u. Remy Bertola (N2.23, SUI) 6:3, 2:6, 9:11. - Doppel: Wurden nicht mehr ausgetragen.

Herren-Final

TC Seeblick s. Grasshopper Club Zürich 5:3

Einzel: Facundo Bagnis (N1.3/2, ARG) s. Matteo Donati (N1.3/2, ITA) 6:4, 6:2. José Hernandez-Fernandez (N1.4/3, DOM) u. Alessandro Giannessi (N1.3/3, ITA) 4:6, 2:6. Marc-Andrea Hüsler (N1.8, SUI) s. Raphael Lustenberger (N1.5, SUI) 3:6, 6:3, 11:9. Robin Roshardt (N1.10, SUI) s. Adrien Bossel (N1.9, SUI) 6:3, 6:4. Alexander Ritschard (N2.11, USA/SUI s. Raphael Baltensperger (N2.16, SUI) 6:0, 6:0. Jakub Paul (N2.19, SUI) u. Remy Bertola (N2.23, SUI) 4:6, 6:4, 5:10. Doppel: Bagnis/Hüsler Lustenberger/Bossel 6:4, 0:6, 2:3 arrêté. Hernandez-Fernandez/Ritschard u. Donati/Adrian Bodmer (N1.7, SUI) 4:6, 1:6. Roshardt/Paul s. Martin Fischer (N2.17, AUT)/Bertola 6:3, 6:4.

Damen-Halbfinals

Grasshopper Club Zürich s. Chiasso 5:1

Einzel: Kathinka von Deichmann (N1.8, SUI/LIE) u. Paula Cristina Goncalves (N2.17, BRA) 1:6, 2:6. Mandy Minella (N1.9/1, LUX) s. Susan Bandecchi (N2.18, SUI) 6:4, 6:4. Amra Sadikovic (N1.9/3, SUI) s. Nina Stadler (N2.19, SUI) 6:2, 7:6. Simona Waltert (N1.10/2, SUI) s. Joanne Züger (N3.25, SUI) 6.4, 6:3. Doppel: Von Deichmann/Waltert s. Goncalves/Stadler 6:3, 6:3. Minella/Sadikovic s. Bandecchi/Züger 6:4, 7:5.

Nyon s. Centre Sportif de Cologny 4:2

Einzel: Timea Bacsinszky (N1.1, SUI) s. Irina Bara (N1.6, ROU) 6:3, 6:4. Conny Perrin (N1.6, SUI) u. Patty Schnyder (N1.7, SUI) 3:6, 2:6. Giorgia Brescia (N1.9, ITA) u.Valentyna Ivakhnenko (N1.8/2, RUS) 3:6, 2:6. Ylena In-Albon (N2.11, SUI) s. Leonie Küng (N2.16, SUI) 6:3, 6:2. Doppel: Bacsinszky/Perrin s. Bara/Ivakhnenko 6:0, 2:6, 10:4. Tara Moore (N2.12, GBR)/Xenia Knoll (N2.23, SUI) s.Schnyder/Küng 7:6, 2:6,10:5.

Damen-Final

Grasshopper Club Zürich s. Nyon 4:3

Einzel: Kathinka von Deichmann (N1.8, SUI/LIE) s. Timea Bacsinszky (N1.1, SUI) 6:1, 4:6, 10:8. Mandy Minella (N1.9/1, LUX) s. Conny Perrin (N1.6, SUI) 6:4, 6:0. Amra Sadikovic (N1.9/3, SUI) s. Giorgia Brescia (N1.9, ITA) 6:7, 6:3, 13:11. Simona Waltert (N1.10/2, SUI) u. Ylena In-Albon (N2.11, SUI) 0:6,7:5, 7:10.

Doppel: Von Deichmann/Waltert u. Bacsinszky/Perrin 6:3, 2:6, 8:10. Minella/Sadikovic u. In-Albon/Xenia Knoll (N2.23, SUI) 4:6, 6:7. Minella/Sadikovic s. Bacsinszky/Knoll 11:9.