Für GC treten auch im Tennis die ganz Grossen an: Neben Australian-Open-Gewinner Henry Bernet standen auch Jérôme Kym und Leandro Riedi für GC an Interclub-NLA-Spielen im Einsatz. Nun haben die beiden an den US Open gezeigt, dass sie mit den ganz grossen Namen mithalten können: Nachdem Leandro Riedi unter anderem den Argentinier Francisco Cerundulo in die Knie gezwungen hatte, traf er im Achtelfinal auf die Weltnummer 8: Im Spiel gegen Alex De Minaur hatte Riedi allerdings mit dem linken Bein zu kämpfen. Trotzdem zog er das 93-minütige Spiel durch, musste den Sieg aber dem Australier überlassen. «Im Tennis weiss man nie, was einen erwartet», verrät Leandro Riedi, der sich dank seinem Achtelfinal-Vorstoss von Weltranglistenplatz 435 auf 164 katapultierte. «Ich war überrascht, dass ich es bis ins Achtelfinal geschafft habe, zumal ich erst seit drei Monaten zurück auf Tour war.» Dies, nachdem er zweimal am Knie operiert werden musste. Nun steht für ihn die Genesung im Vordergrund: «Mein Körper hat gerade zu kämpfen», so der 23-Jährige. Sobald es ihm wieder besser geht, möchte er weiter an seinen Zielen arbeiten und noch besser werden.
Beeindruckender Durchhaltewillen
Auch Jérôme Kym überzeugte an den US Open: Nachdem er Weltnummer 31, Brandon Nakashima schlug, brachte er in der dritten Runde mit Taylor Fritz auch die Weltnummer 4 ins Schwitzen. Schliesslich gewann der Amerikaner mit 7:6, 6:7, 6:4 und 6:4. Kym beeindruckte aber mit seinem Durchhaltewillen. Wie Riedi hatte er in seiner Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, 2023 musste auch er wegen Knieproblemen unters Messer. «Ich weiss, was ich als Tennisspieler leisten kann und wie ich mein bestes Tennis auf den Platz bringe», so der 22-Jährige. «Ich war zwar überrascht, dass ich an den US Open so weit gekommen bin, wusste aber schon immer: Irgendwann wird sich der Erfolg einstellen.» Er werde diesen Weg nun weiterverfolgen und «einfach Tennis spielen, weil ich das gerne mache». Alles andere komme dann von selbst, ist er sich sicher. «Viel wichtiger ist mir aber, dass ich als Mensch so bleibe, wie ich bin.»
Einmalige Zeit bei GC
Jérôme Kym und Leandro Riedi liefen 2019 zum ersten Mal an Interclub-NLA-Spielen für GC auf. 2022 haben sie mit GC schliesslich den Meistertitel geholt. «Diese Zeit war einmalig», erinnert sich Kym. «Die Saison, als wir den Meistertitel holen konnten, war zwar meine letzte bei GC. Man soll aber ja immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist.» Auch Riedi erinnert sich gerne an die Zeit bei GC zurück: «Interclub ist ein toller Event, bei dem man im Team spielt, was beim Tennis nicht oft vorkommt», schwärmt er. Für GC zu spielen, habe immer Spass gemacht. «Ich konnte super Matches spielen, was meiner Entwicklung sehr geholfen hat.»
Pamela Schefer




