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BEVOR DER ERSTE PUCK FÄLLT – EIN TURNIERTAG MIT FRISCHI
Foto: zVg

BEVOR DER ERSTE PUCK FÄLLT – EIN TURNIERTAG MIT FRISCHI

Beim U12-Nachwuchsturnier der GCK Lions beginnt der Tag lange vor dem ersten Bully. Manfred Frischknecht, den alle nur Frischi nennen, ist dann schon mittendrin. Ein Turniertag mit dem Head of Game Operation zeigt, wie viel Einsatz, Übersicht und Begeisterung es braucht, damit Nachwuchshockey funktionieren kann.

Früh im Einsatz

Es ist kurz nach fünf Uhr morgens, als Manfred «Frischi» Frischknecht die Eishalle KEK aufschliesst. Draussen ist es noch ruhig, drinnen beginnt der Turniertag. Garderoben werden kontrolliert, Schlüssel verteilt, Eingänge geöffnet. Im Nice-Rink, dem Gastro- und Servicebereich, laufen parallel die Vorbereitungen. «Wenn die Kinder kommen, soll alles bereit sein», sagt Frischi. «Dann beginnt für sie der grosse Tag.»

Nach und nach füllt sich die Halle. Spieler, Trainer, Schiedsrichter – und viele Helferinnen und Helfer, darunter engagierte Eltern. Frischi kennt viele beim Namen, begrüsst sie kurz, tauscht ein paar Worte aus. Der Betrieb kommt in Gang.

Mitten im Betrieb

Mit dem Eintreffen der Teams steigt das Tempo. Garderoben werden zugeteilt, Teamlisten eingesammelt, Schiedsrichter begrüsst. Gleich zu Beginn braucht es Flexibilität: Ein Schiedsrichter verschläft, das Turnier startet trotzdem pünktlich. «Das gehört dazu», sagt Frischi. «Man darf sich davon nicht stressen lassen.» Während auf dem Eis die ersten Spiele laufen, hält er im Hintergrund die Fäden zusammen. Fruchtsäckli für die Teams werden verteilt, das Snack-Angebot vorbereitet, Zeitpläne überprüft. Als im Schiedsrichter-Einsatzplan ein Fehler auftaucht, bleibt Frischi ruhig. Ein paar Telefonate, kurze Absprachen – weiter geht’s. Für Aussenstehende kaum sichtbar, für den Ablauf entscheidend.

Verantwortung weitergeben

Den ganzen Tag über ist Frischi Anlaufstelle für Helferinnen, Helfer und Teams. Es sind viele kleine Dinge, die zusammenspielen: eine Frage hier, eine Anpassung dort, ein Entscheid zwischendurch. Die Mannschaften wechseln zum Mittagessen ins Curling Restaurant Rink5, wo alles reibungslos läuft.

Am Nachmittag bleibt Frischi bei einer Partie besonders aufmerksam stehen. Zwei junge Schiedsrichter leiten erstmals gemeinsam ein Spiel. Nach dem Abpfiff nimmt er sich Zeit für ein Feedback. «Man muss ihnen Vertrauen schenken», sagt er. «Nur so lernen sie dazu und werden sicherer.» Nachwuchsförderung endet für ihn nicht bei den Spielern – sie betrifft alle, die Verantwortung übernehmen.

Der Moment des Tages

Am frühen Abend bereitet Frischi die Siegerehrung Turniers vor. Pokale werden bereitgestellt, das Mikrofon getestet, letzte Abläufe geklärt. Dann gehört der Moment den Kindern. Frischi überreicht die Pokale persönlich. Dazu für jedes Kind ein paar Worte, ein Händedruck, ein freundliches Lächeln. Die drei bestplatzierten Teams erhalten zusätzlich einen grossen Pokal, Turniersieger sind die SCL Young Tigers. «Das sind genau die Augenblicke, für die man das macht», sagt Frischi. «Da ist alles andere vergessen.»

Wenn es ruhig wird

Nach dem letzten Applaus beginnt der Abschluss. Garderoben werden kontrolliert, die Küche gemeinsam mit dem Nice-Rink-Team gereinigt, Material versorgt, Inventar erstellt. Frischi verabschiedet sich von den Helferinnen und Helfern – mit ehrlichem Dank.

Kurz nach 20 Uhr löscht er das Licht in der Halle. Ein langer, intensiver Turniertag geht zu Ende. Müde, aber zufrieden. Und beim nächsten Nachwuchsturnier wird Frischi wieder früh da sein.

 

Maurice Desiderato

 

  • Frischi backt früh morgens die Gipfeli auf, damit alles bereit ist, wenn die Kinder kommen. – Foto: zVg
  • Frischi gibt dem jungen Schiedsrichtergespann ein Feedback, damit auch sie sich weiterentwickeln. – Foto: zVg
  • Die glücklichen Gesichter bei der Pokalübergabe sind der Lohn für einen intensiven Tag. – Foto: zVg