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«DER SONG SOLL VERBINDEN»
Foto: zVg

«DER SONG SOLL VERBINDEN»

Mit einem eigenen Fan-Song hat GC Unihockey seinem Club eine musikalische Stimme gegeben. Gesungen wird sie von Rinaldo Walser – ehemaliger GC Spieler und bis heute eng mit dem Verein verbunden. Im Gespräch erzählt er, wie es dazu kam, was ihm beim Song wichtig war und warum es am Ende immer um die Menschen geht.

GC INSIDER: Rinaldo, wie ist die Idee entstanden, für GC Unihockey einen eigenen Fan-Song zu produzieren?

Rinaldo Walser: Die Idee kam aus dem Club. Es gab schon länger den Wunsch, einen eigenen Song zu haben. Ausgangspunkt war schliesslich ein bestehender Song von GC Fussball, der von Aron Asteria stammt, einem Rapperswiler Singer und Songwriter. Der Club hat geprüft, ob man das Lied für Unihockey übernehmen oder anpassen kann.

Als dann Präsident Frank Strobel auf mich zugekommen ist, habe ich mir als erstes den Song angehört. Er hat mir sofort gefallen – eher ruhig, aber mit einem Refrain, der Energie reinbringt. Das passt zu meinem Stil. Ich hatte zwar noch nie einen Fan-Song aufgenommen, aber ich habe gespürt, dass das funktionieren kann. Also habe ich zugesagt und den Song auf meine Art interpretiert.

Mit dem Song verbindest Du Musik mit Sport. Wie passt das für Dich zusammen?

Bei mir geht es immer um Emotionen – egal ob im Sport, im Beruf oder in der Musik. Ein Song kann, wenn er berührt, ein Wir-Gefühl auslösen. Genau das war das Ziel: einen Song schaffen, der Gross und Klein verbindet. Denn im Club sind die Menschen entscheidend. Sie sind es, die GC ausmachen und schon immer ausgemacht haben. Es engagieren sich unglaublich viele Menschen mit viel Herzblut.

Auch mich persönlich begleitet diese Verbindung von Unihockey und Musik bis heute. So durfte ich 2015 am Superfinal die Nationalhymne singen – ein ganz besonderer Moment. Umso mehr freue ich mich, dass ich das auch in diesem Jahr, am 25. April in der BCF Arena in Fribourg wieder machen darf.

Was bedeutet GC für Dich?

GC war für mich schon immer nicht nur ein Verein, sondern ein Stück Zuhause. Ich durfte selbst viele Jahre für GC Unihockey spielen und war bei der Gründung der Sektion mit dabei. Eine Zeit, die mich geprägt hat – weit über das Sportliche hinaus. Und auch wenn ich heute nicht mehr oft in der Hardau anzutreffen bin: Die Verbundenheit ist geblieben – auch heute noch, sei es als Mitglied des Club of Honour oder im Austausch mit ehemaligen Mitspielern.

Nähe und Zusammenhalt im Club sind ein sehr wichtiges Element. Und so freut es mich, mit dem Fan-Song auf meine Weise einen kleinen Beitrag zum Vereinsleben leisten zu können. Dieser Gedanke hat mich auch bei der Produktion des Songs begleitet. Als Spieler steht man im Rampenlicht – aber der Club ist viel mehr als das. Der Song soll auch all denen etwas zurückgeben, die im Hintergrund arbeiten, die Banden aufbauen, Hotdogs verkaufen und Tenues waschen.

Wie lief die Produktion konkret ab?

Oli Steeg, Beisitzer im Vorstand, hat den ursprünglichen Fussball-Text für GC Unihockey angepasst. Die Kernaussagen sind geblieben, aber einzelne Details mussten natürlich geändert werden: So spielen wir nicht im Hardturm, sondern in der Hardau. Und wir fahren im 2er-Tram zu unserer Spielstätte, nicht im 4er. Ich habe den Song dann so interpretiert, wie er für mich stimmt. Ich mag eher die ruhigen Teile eines Songs – genauso auch beim GC-Fan-Song. Sie bauen Spannung auf. Beim Refrain habe ich dann versucht, mehr Power reinzubringen. Aufgenommen habe ich das Ganze bei mir zuhause im kleinen Studio, den Backing Track konnten wir vom Original übernehmen. Der Prozess war angenehm unkompliziert.

Und anschliessend habt Ihr auch noch ein Musikvideo dazu gedreht.

Ja, richtig. Auch das war sehr unkompliziert und ein spontan konzipierter Dreh. Miro Strumpf, der als Content Creator auch für GC-Unihockey tätig ist, hat mich begleitet. Wir haben nachmittags auf der Hardbrücke gestartet, mitten im Hochsommer. Es war so richtig heiss. Ich stand dann dort mit einer Boombox neben mir und habe einfach losgesungen, während die Leute an uns vorbeigelaufen sind. Irgendwann hat mich Miro gefragt, ob mir das denn gar nicht unangenehm sei. Ich musste lachen – ich bin da sehr schmerzfrei. Stell mich irgendwo hin, im Zweifel auch mitten auf den Bahnhofplatz, und ich singe einfach los. Genau so sind wir es angegangen – unkompliziert und mit Humor. Und zwei Stunden später war alles im Kasten.

Was wünschst Du Dir, was der Song bei den GC Fans auslöst?

Ich hoffe, dass er Stolz und ein Gemeinschaftsgefühl auslöst. GC Unihockey ist ein Club, der sich über die Jahre entwickelt hat und sich Schritt für Schritt nach vorne gearbeitet hat – bis zum ersten Meistertitel 2016. Wenn der Song dazu beiträgt, dass sich die Leute noch stärker mit dem Club identifizieren und ihn gemeinsam erleben – dann hat er seinen Zweck erfüllt.

Der Link zum Song «Das isch GC»

 

Maurice Desiderato 

  • Rinaldo spielte einst selbst für GC Unihockey und verbrachte eine Zeit, die ihn sehr geprägt hat. Foto: zVg