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15.11.2000

Bilanzmedienkonferenz

Die Grasshopper Fussball AG hat an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag, 14. November 2000 über die Anträge des Verwaltungsrates, die am 18. Dezember dieses Jahres an die Generalversammlung gestellt werden, informiert. Im Wesentlichen geht es dabei um die Bilanzsanierung, die schon vor Jahresfrist, anlässlich der Übernahme der Kontrolle durch die neuen Hauptaktionäre Albers, Gerber und Gut, im Jahresbericht als Folge der Überschuldung der Gesellschaft als notwendig erachtet wurde.

 

Bilanzsanierung

 

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine Kapitalherabsetzung auf 20 Prozent beantragen mit anschliessender Wiederaufstockung des Kapitals um CHF 12,5 Mio auf CHF 15 Mio bei voller Wahrung des Bezugsrechts. Dadurch werden die Kleinaktionäre in ihrer Stellung als Aktionäre erhalten; der Nennwert der Inhaberaktien reduziert sich auf CHF 4.--, jener der Namenaktien auf CHF 2.--.

Anschliessend wird das Kapital durch Neuausgabe von 225'000 Namenaktien à CHF 20.' und 800'000 Namenaktien à CHF 10.' auf CHF 15 Mio aufgestockt.

Im Übrigen hat der Verwaltungsrat mitgeteilt, dass er als Folge der verschärften Kotierungsbestimmungen am Nebensegment der Schweizer Börse und der damit verbundenen, unverhältnismässigen Pflicht zur Erstellung einer Zwischenberichterstattung beschlossen hat, auf die Kotierung der Inhaberaktien am Nebensegment zu verzichten und stattdessen einen ausserbörslichen Handel über die Zürcher Kantonalbank aufrechtzuerhalten.

 

Geschäftsjahr 1999/2000

 

Im Vergleich zur Vorjahresperiode massiv geringere Zuschauer- und TV-Einnahmen, als Folge dreier UEFA Cup-Runden gegen wenig lukrative Gegner, sowie gestiegene Personalaufwendungen, hervorgerufen durch notwendige Spielereinkäufe nach einem Ausverkauf der Mannschaft am Ende der Saison 1998/99, haben zu einem Betriebsverlust vor Transfers von CHF 16,1 Mio (Vorjahr CHF 8,4 Mio) geführt. Die Abschreibungen auf den laufenden Spielerverträgen belasten die Transferrechnung derart, dass trotz namhafter Spielerverkäufe das Transferergebnis erneut deutlich negativ ausfiel (CHF '5,1 Mio; Vorjahr CHF '6,3 Mio). Zusammen mit dem finanziellen und ausserordentlichen Ergebnis von kumuliert CHF '0,7 Mio resultierte im Geschäftsjahr 1999/2000 ein konsolidierter Verlust von CHF 21,9 Mio.

 

Aussichten

 

Es wurden Strategien entwickelt, die die Grasshopper Fussball AG in zwei bis drei Jahren mindestens an die Gewinnschwelle heranführen sollen. Wesentlicher Bestandteil des Massnahmenpakets ist das GC Modell, an dessen Basis die Konzentration auf die Ausbildung eigener Talente steht.