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24.02.2001

Finalrundenauftakt geglückt: 2:1 gegen St.Gallen

GC - FC St.Gallen 2:1 (0:1)

Hardturmstadion, 8'100 Zuschauer. Schiedsrichter: Urs Meier. - Tore: 35. Contini 0:1, 49. Bouba 1:1, 69. Camara 2:1.

Bemerkungen: GC: GC ohne Berner, Gerber und Zanni (verletzt). FC St.Gallen: ohne Gane (gesperrt), Alder (verletzt). - Gelbe Karten: 14. Cabanas, 25. Guido, 25. Zellweger, 54. Tararache, 66. Smiljanic, 74. Bouba (alle Foul).

GC: Huber; Haas, Hodel, Denicolà, Smiljanic; Camara (87. Petric), Bouba, Tararache, Cabanas (90. Joller); Ippoliti (77. Baturina); Chapuisat.

FC St.Gallen:Stiel; Zellweger, Imhof, Zwyssig, Dal Santo; Contini, Guido, Jairo (76. Berger), Colacino (83. Boumelaha); Müller, Nixon.

Der Jubel nach dem Spiel war gross: bei den Spielern, auf der Trainerbank, auf den Tribünen - GC war's gelungen, einen 0:1-Pausenrückstand in der zweiten Hälfte umzubiegen und am Ende 2:1 zu gewinnen. Der erste Sieg in dieser Saison gegen einen der acht bestklassierten Teams war Realität. Ein Sieg, der Auftrieb geben sollte, der vor allem aber eines zeigte: GC verfügt wieder über ein echtes Team, bei dem es wohl Solisten gibt, die sich aber voll in den Dienst der Mannschaft stellen.

Zu den Solisten zählen zweifelsohne Bouba, dem an diesem nasskalten Februarabend wohl besten Akteur auf dem Platz, Camara, der schnelle rechte offensive Mittelfeldspieler, Ippoliti, der Kämpfer und vor allem auch Chapuisat, der an diesem Abend allerdings nicht oft in Erscheinung trat, der aber in entscheidenden Fällen präsent war. In der 69. Minute spielte er seine 'Weltklasse am Ball' aus - wie dies nur wenige andere, in der Schweiz wohl keiner, kann: Zunächst erkämpfte sich Ippoliti knapp vor dem eigenen Strafraum den Ball, spielte weiter auf Chapuisat, fast an die linke Aussenlinie, wo der Stürmer den Ball aufnahm, unwiderstehlich in den Strafraum der St.Galler zog, dort sich drei Gegenspielern gegenüber sah, und schliesslich das Kunststück fertigbrachte, alle, vor allem auch Imhof, ins Leere laufen zu lassen und dann noch den gut postierten Camera zu bedienen, der Torhüter Stiel keine Chance liess und GC zum 2:1 Sieg schoss. Eine Aktion fürs Fussballlehrbuch.

Zuvor waren die Hoppers in der 35. Minute in Rücklage geraten: Contini, nicht in der Spitze, sondern im Mittelfeld aufgestellt, kam unbehelligt zum Abschluss - sein Kopfball flog ins Netz - die GC-Defensive handelte sich in dieser Szene kein Lob ein. Hans-Peter Zaugg rüttelte in der Pause seine Spieler auf: 'Das akzeptieren wir nicht - unser Gegner hatte praktisch keine Chance... und führt 1:0...' Die Reaktion der GC-Spieler folgte - und wie! Schon in der 4. Minute des zweiten Durchgangs liess Rekrut Cabanas Zellweger aussteigen - flankte auf den aufgerückten Smiljanic und dessen Zuspiel wurde von Bouba mit dem Kopf zum Ausgleich verwertet.

Auch wenn noch nicht alle Automatismen klappen - was bei der umformierten Mannschaft kein Wunder ist - hat GC doch bewiesen, dass sie ein echtes Team ist, dass die Verantwortlichen mit den personellen Entscheiden richtig gehandelt und der Trainerstab in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.