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11.03.2001

GC und Basel trennen sich torlos

GC - FC Basel 0:0

Hardturmstadion. 11'100 Zuschauer. SR: Nobs.

GC: Huber; Haas, Hodel, Denicolà, Smiljanic; Joller (83. Berner), Bouba, Tararache, Melunovic (63. Petric); Ippoliti (76. Gerber), Chapuisat.

FC Basel : König; Ceccaroni, Knez, Kreuzer, Quennoz ; Tchouga (59. Varela), Magro (65. Ergic), Cantaluppi, Ebe ; Yakin, Tum.

Bemerkungen: GC ohne Cabanas (gesperrt), Camara (Länderspieleinsatz mit Senegal). - Gelbe Karte für Ceccaroni (Basel) 43.

'Bei der Ausgeglichenheit der Teams in dieser Finalrunde kann ein Team nur wenige Torchancen herausspielen. Diese muss man verwerten, dann gewinnt man das Spiel', resümierte GC-Cheftrainer Hans-Peter Zaugg nach der intensiven, auf schwer bespielbarem Terrain ausgetragene Partie gegen den FC Basel. Der GC-Coach sprach im wesentlichen zwei Chancen. Zunächst setzte Chapuisat (29.) den Mittelfeldspieler Tararache an, der aus 16 Metern FCB-Goalie Miroslav König prüfte - dieser bestand die Prüfung mit einem herrlichen Hechtsprung. Und die zweite Chance war noch hochkarätiger: Boris Smiljanic wurde in der 58. Minute nach glänzendem Zuspiel von Stéphane Chapuisat in Postition gebracht. Der aufgerückte Aussenverteidiger machte alles richtig - nur seinen harten aus vollem Lauf abgegebenen Schuss setzte er um 'die berühmten Zentimeter' neben den von ihm aus gesehenen linken Torpfosten. Smiljanic wird nach eigenen Angaben noch mindestens drei Tage von dieser Situation schlecht träumen: 'Wenn ich in die entfernte Ecke geschossen hätte... wären wir vielleicht als Sieger vom Platz gegangen...

Das war die hochkarätigste Chance für die Hoppers - auch nur eine aussergewöhnliche Möglichkeit hatten die Gäste - allerdings eine von den Hoppers offerierte: Tum kam alleine vor dem GC-Gehäuse zum Kopfball, brachte aber das Kunststück fertig, die Querlatte zu treffen. Vorausgegangen war ein verunglückter Ausflug von GC-Goalie Stefan Huber, der ausserhalb des Strafraums den Ball an die Basler verlor. Aber 'der Kelch ging an den Hoppers vorbei'. 'Ich dachte ich sehe nicht gut, als sich diese Situaton zutrug...'; näher wollte der GC-Trainer Hans-Peter Zaugg diesen Goalie-Fehler nicht kommentieren.

Alles in allem kann die Punkteteilung als gerecht bezeichnet werden. Die Hoppers hatten wohl praktisch über die gesamte Spielzeit ein spielerisches Uebergewicht, konnten sich gegen die ultra-defensiv eingestellten Basler aber zu wenige Torchancen erarbeiten. In der eigenen Zone standen die Grasshoppers gut, machten auch von der Verteidigung heraus das Spiel, hatten in Daniel Joller einen antrittsschnellen, kräftigen Spieler auf der rechten Aussenbahn, der sich eine gute Gesamtnote verdient und wohl auch Kredit für die Zukunft erspielt hat.

Mit diesem Remis ging der GC-Wunsch, die Tabellenspitze zu erspielen, nicht in Erfüllung. Die nächste Chance, sich diesen Wunsch zu erfüllen, haben die Zaugg-Schützlinge bereits am Mittwoch, wenn sie zum Nachtragsspiel in Sion anzutreten haben.