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19.11.2000

Hoppers verlieren Spitzenkampf im Tessin 0:2

FC Lugano - GC 2:0 (2:0)

Stadio Cornaredo, 5'160 Zuschauer. Schiedsrichter: Roland Beck (Renato Salzgeber, Urs Weber). - Tore: 13. Bastida 1:0 (Foulpenalty nach Huber-Foul an Gaspoz), 16. Gimenez 2:0.

Bemerkungen: Lugano ohne Rossi (gesperrt), Bullo, L. Magnin, Riva, Moresi (alle verletzt). - GC ohne Jehle, Joller, Hodel, Esposito, Petric (alle verletzt). - Gelbe Karten: 10. Melunovic, 13. Huber, 25. Moukwelle, 61. Biaggi, 72. Smiljanic (alle Foul.

Lugano: Mazzetti; Lubamba, Biaggi, Zagortchitch, Rothenbühler; Magnin (77. Brunner), Rota, Moukwelle, Gaspoz; Gimenez, Bastida (64. Hoy).

GC:Huber; Haas, Denicola, Smiljanic, Schwegler (64. Baumann); Gerber (56. Fredericks), Cabanas, Tararache, Melunovic (77. Zanni); Bieli, Chapuisat.

GC tut sich in diesem Herbst im Tessin schwer. Nach der Cupniederlage in Bellinzona vor Wochenfrist mussten sie auch mit einem 0:2 aus Lugano zurückreisen. Immerhin: die Zaugg-Truppe hat sich im Gegensatz zum Cupspiel wesentlich gesteigert und kam aufgrund indivudueller Fehler auf die Verliererstrasse.

 

Bei besten äusseren Bedingungen, allerdings, durch die schweren Regenfälle der vergangenen Tage tiefen Terrain, kamen die Hoppers schon in der Startviertelstunde in arge Bedrängnis, allerdings aufgrund zweier individueller Fehler: In der 13. Minute foulte Stefan Huber den aufgerückten Mittelfeldspieler Gaspoz an der Sechszehnmeter-Aussenlinie - unnötig muss man sagen, kassierte dafür die Gelbe Karte und der Schiedsrichter Roland Beck diktierte zudem einen Penalty - den Bastida sicher zur Führung der Tessiner verwandelte. Und nur zwei Minuten später war's Bastida, der einen perfiden Freistoss aufs Tor schoss - einen Flatterball, der von Huber - gegen die Sonne stehend - nur abgeklatscht werden konnte - zu kurz, direkt auf den freistehenden und aufmerksamen Gimenez, der den 'Abstauber' zum Ausbau der Führung ins Netz schoss. Die Moral des GC-Teams schien durch diesen Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit nicht beeinträchtigt, schon im Gegenzug hatte Chapuisat eine hervoragende Aktion, sein Ball prallte allerdings von der Latte des von Razzetti gehüteten Lugano-Goals ab. Ein Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt hätte den Hoppers gut getan. Trotzdem suchten sie den Weg nach vorne, der Druck liess allerdings mehrheitlich an der Sechzehnmetergrenze nach - vor allem auch, weil die Luganesi in der Verteidigungszone ausgezeichnet organisiert waren. Zu guten Torchancen kamen die Grasshoppers im ersten Durchgang nicht mehr - dafür mussten sie in der Verteidigung sehr aufmerksam spielen, um nicht einen noch höheren Rückstand sich einzuhandeln. Zum Beispiel in der 19. Minute, als Huber entschlossen gegen Gimenez abwehrte.

Aufgefallen in der ersten Halbzeit ist dann nur noch Biaggi mit einer Attacke gegen den auf dem Boden liegenden Bieli - er schlug im die Faust ins Gesicht - ohne dass Schiedsrichter Beck, bzw. der besser postierte Schiri-Assistent Renato Salzgeber eingeschritten wäre. Die Fernsehbilder werden über diese Unsportlichkeit Aufschluss geben und der Sünder wohl zur Rechenschaft gezogen werden.

Im zweiten Durchgang waren die Grasshoppers tonangebend, allein im Abschluss mangelte es nach wie vor. Allerdings in der 64. Minute hätte der Anschlusstreffer fallen müssen: Smiljanic drosch das Leder aus 16 Metern aber knapp neben den linken Torpfosten. Die Gäste konnten den Druck aufrechterhalten, vor allem auch, weil die Luganesi sich zu weit zurückzogen. Fredericks, für den gesundheitlich angeschlagenen (Halsschmerzen) Gerber und Baumann für Verteidiger Schwegler ins Spiel gekommen, sorgten für ein GC-Übergewicht im Mittelfeld. In der 74. Minute 'verzog' Bieli ein gutes Zuspiel Tararaches in den Strafraum - der Ball flog ins Toraus - Sekunden später versuchte sich Melunovic mit einem Weitschuss. Er hatte ebenso wenig Glück. Am Ende mussten die Hoppe

rs feststellen: viel Aufwand, null Ertrag. Schade.