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22.07.2001

In der zweiten Hälfte brachen die Dämme

GC – Luzern 6:0 (0:0)

Hardturmstadion, 4'800 Zuschauer. SR: Jean-Luc Schmid. – Tore: 51. Petric 1:0, 53. Chapuisat 2:0, 58. Petric 3:0, 68. Nunez 4:0, 71. Chapuisat 5:0, 90. Chapuisat 6:0. - Gelbe Karten: 21. Ippoliti, 24. Tararache, 49. Gian, 60. Alex (alle Foul). - Bemerkungen: GC ohne Berner, Denicola, Cabanas (alle verletzt), Bouba (Nati Senegal). – Blunschi, Enrique, Rey, Urdaneta (alle verletzt). 47. Minute Pfostenschuss Chapuisat (Kopfball) nach Nunez-Flanke.

GC : Jehle; Haas, Hodel, Castillo, Smiljanic; Baturina (69. Gerber), Ippoliti, Tararache (82. Spycher), Nunez (69. Bühler); Petric, Chapuisat.

Luzern: Foletti; Lengen (54. Maric), Belaic, Alex, Ferreira (54. Hodel); Koch, Ohrel, Andreoli (71. Sander), Wiederkehr; Gian, Contini.

„Wir haben in der ersten Halbzeit einigermassen gut gespielt, sind aber in den zweiten 45 Minuten eingebrochen – und waren schliesslich um sechs Tore schlechter als die Grasshoppers...“, resümierte Luzern-Trainer Ryszard Komornicki nach der Partie. Und als ihn in der Pressekonferenz ein Journalist fragte, was er denn in den ersten vier Partien seinen Spielern beigebracht habe, wusste er keine Antwort – meinte „nichts, das unterstellen Sie mir doch...“ Der Luzern-Trainer war in seiner Lage nicht zu beneiden. Seine Spieler sind in der zweiten Hälfte, als die Hoppers den Druck des ersten Durchgangs verstärkten und auch im Abschluss erfolgreich waren, regelrecht zusammengebrochen. Petric war zweimal, Chappi gar dreimal (zweimal mittels Penalty) erfolgreich. Den schönsten aller Treffer erzielte allerdings Nunez: Er dribbelte sich in 68. Minute durch die halbe Luzern-Mannschaft und gab mit einem herrlichen Abschluss Torhüter Foletti das Nachsehen. Gerade ihm, der einen wesentlichen Anteil am Meistertitel hatte, war es zu gönnen, dass er nach einem durch eine Verletzung vor Beginn der Saison und eines zweiwöchigen Aufenthaltes mit der Nati eingeleitetes Tief wieder ein Erfolgserlebnis hatte. Aber auch Stéphane Chapuisat findet seine Spielfreude wieder und Petric unterstrich mit einer eindrücklichen Leistung, dass er eine feste Grösse im GC-Team werden kann. Trotz aller Freude, die die Spieler den Zuschauern boten, hob ihr Trainer Hans-Peter Zaugg nicht ab: „Die aufsteigende Tendenz ist unverkennbar, allerdings darf man auch nicht übersehen, dass Luzern keinen besonders guten Tag erwischt hatte....“ Immerhin konnte auch der kritische Trainer feststellen, dass seine Spieler so langsam wieder Tritt finden... Hoffentlich rechtzeitig zur anstehenden Qualifikation zur Uefa Champions-League.