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28.07.2001

Niederlage im Tourbillon in der Nachspielzeit

Sion - GC 2:1 (1:1)

Stade de Tourbillon, 4'800 Zuschauer. SR: Philippe Leuba. – Tore: 15. Chapuisat 0:1, 35. Tcheutchoua 1:1, 94. Djurisic 2:1. - Gelbe Karten: 10. Baturina (Schwalbe, war aber klares Foul von Grichting im Strafraum), 26. Tcheutchoua (Foul), 54. Haas (Foul), 58. Tcheutchouba (Foul) Ausschluss wegen gelb/rot, 60. Bridy, 83. Castillo, 84. Spycher (alle Foul) - Bemerkungen: Sion ohne Furo, Luyet, Kenedy, Lochmatter (alle verletzt), Duruz (gesperrt). - GC ohne Denicola, Cabanas, Hodel (alle verletzt); Smiljanic nur Ersatz weil während letzten Tagen Magen-/Darmgrippe.

Sion: Borer; Tcheutchoua, Hottiger, Grichting; Deumi, Piffaretti, Vernaz, Ekobu, Bridy; Pouyes (78. Mobulu), Moreira (60. Djurisic).

GC : Jehle; Haas, Tararache, Castillo, Berner; Baturina (67. Morales), Bouba, Spycher, Nunez; Ippoliti (82. Gerber), Chapuisat (59. Petric).

 

Einfache Spiele gabs für die Hoppers im Stade de Tourbillon in der Vergangenheit nie. In dieser Hinsicht brach auch diese Partie nicht mit der Tradition. Und auch dieses Mal, wie in der letzten Saison, verliessen die Hoppers als Verlierer den Walliser Hexenkessel.

Nach dem Abschlusstraining auf dem Sportgelände des FC St.Léonard nahe Sion stand für Marc Hodel fest, dass ihn seine Adduktoren-Verletzung am Einsatz nicht behindern würde. Das war ein Fehlschluss. Nach einer kurzen Ruhephase vor dem Mittagessen nahmen die Schmerzen zu, an einen Einsatz war nicht zu denken und Trainer Hans-Peter Zaugg musste die Mannschaft kurzfristig umstellen. So kam Mihai Tararache zum Einsatz in der Innenverteidigung, eine Position, die ihm allerdings kein Kopfzerbrechen bereitet, die er in seiner Jugendzeit auch schon gespielt hat.

Das GC-Team hat diese Umstellung verkraftet – das vorne weg – und es hat die ersten Minuten im Stade Tourbillon dominiert. Die vielen herausgespielten Torchancen wurden aber zu wenig kaltblütig ausgenützt, zum Teil sogar fahrlässig vergeben. Nicht so nach einer Viertelstunde Spielzeit, als Nunez einen Freistoss gut fünf Meter ausserhalb der Strafraumgrenze schräg vor dem Gehäuse von Hüter Borer trat und Chapuisat zum richtigen Zeit in die Flanke lief und mit dem Kopf den Führungstreffer erzielte. Nunez, nach einem Doppelpass über zwanzig Meter vergab anschliessend eine der guten Möglichkeiten, als er volley abschloss, der Ball aber am Tor vorbeiflog. Oder nochmals Nunez, als er von einem Effort von Chapuisat, der den Ball im Mittelfeld erorberte, profitierte – den Ball aber wieder übers Tor schoss. Oder, wieder Nunez, der allerdings diesmal einen Freistoss aus respektabler Entfernung platziert schoss – Borer den Ball aber in der tiefen Ecke blockieren konnte. Und Sion? Bis zur 35. Minute in Sachen Offensive Fehlanzeige, dann aber kamen zu einem Corner, Vernaz trat ihn in die Mitte, wo schliesslich Tcheutchoua den Ausgleich erzielen konnte, der den Gastgebern plötzlich Auftrieb gab und die Hoppers in Schwierigkeiten brachte, allerdings von begrenzter Dauer. Denn in der Schlussphase waren die Hoppers wieder Herr der Lage und orientierten sich wieder entschlossener nach vorne...

...wie auch in der zweiten Hälfte. Da wurde es gleich in der 52. Minute gefährlich, als Castillo bei einem herrlich getretenen Freistoss knapp zu spät kam. Ein böses Foul leistete sich der Sittener Ausgleichstorschütze an Tararache im GC-Strafraum – und wurde für diese Tat zurecht vom Unparteiischen mit seiner zweiten gelben Karte bedacht, was gleichzeitig den Ausschluss bedeutete. In der 67. Minute kam dann die GC-Neuerwerbung Morales erstmals in Einsatz, er ersetzte Baturina, und sah in der 81. Minute, wie Borer Mühe hatte, einen Freistoss von Nunez über die Latte zu lenken. – Trotz eines beträchtlichen Chancenplus’ verliessen die Hoppers das Terrain, weil in der Nachspielzeit Vernaz seine Leistung von der ersten Halbzeit wiederholte, in dem er wieder ein

en Freistoss, fast von der selben Position, in die Mitte zirkelte, wo der eingewewechselte Djurisic den glücklichen Siegtreffer für die Walliser bewerkstelligte.