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03.05.2019

NLA: Riedi und Johnsson zu GC

Der Grasshopper Club verstärkt sein Offensive mit einem rechten und einem linken Flügel.

Paolo Riedi wechselt von Chur Unihockey zu GC. Er ist auch in der Schweizer Nationalmannschaft ein sicherer Wert und gehört seit mehreren Jahren zum Stammteam. Seine Skorerqualitäten stellte der linke Flügel Jahr für Jahr in Chur und auch in der Nationalmannschaft unter Beweis. Zudem spielte der Linksausleger auch schon zwei Saisons in der höchsten schwedischen Liga und sammelte so viel Erfahrung auf höchstem Niveau. Letzten November beim 9:4 Sieg der Churer gegen Langnau erzielte Riedi sieben Treffer, und genau die Verlässlichkeit beim Toreschiessen begeistert die Verantwortlichen beim Grasshopper Club. GC-Präsident Pasquariello sieht im Zuzug des 26-jährigen Stürmers die Weiterführung des eingeschlagenen Weges, vermehrt auf Schweizer Topspieler zu setzen. Riedi wechselt nach Zürich, weil er in einem Spitzenteam Titel feiern will. Bei GC trifft er auf einige Nationalmannschaftskollegen, sodass die Integration ins neue Team schnell wird stattfinden können. Der Bündner unterschrieb vorerst einen Einjahresvertrag, sowohl GC als auch Riedi sehen aber einer längeren gemeinsamen Zukunft entgegen. Paolo Riedi wird zusammen mit seiner Freundin Ende Juli nach Zürich in eine Wohnung direkt neben der GC-Heimspielstätte Hardau ziehen. Einer von vielen Punkten, der für einen Wechsel zu den Grasshoppers sprach. Im starken Kader der Zürcher erhofft sich Riedi aber primär sportliche Erfolge, dass die Limmatstadt einen äusserst hohen Lebensstandard bietet ist aber sicherlich auch ein Grund für die Herausforderung bei GC.

Vom Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen kommt mit Daniel Johnsson ein bei GC seit längerem gesuchter Rechtsausleger. In der Schweiz ist der 31-jährige Schwede seit Ende März 2018 bestens bekannt, als er im Playoff-Halbfinal und live auf SRF gegen Rychenberg einen Wahnsinnstreffer mittels «Zorro-Move» - seinem Markenzeichen - erzielte, und so auch über die Unihockeyszene hinaus für Verzückung sorgte. Das Video des Wahnsinntreffers ging auf allen Kanälen viral. Der bärtige Schwede spielte vor seinem zweijährigen Engagement bei Wiler elf Jahre bei Helsingborg in der schwedischen Superligan. Johnsson zog 2017 zusammen mit seiner Verlobten in die Schweiz und seit sechs Monaten sind die beiden stolze Eltern eines Sohnes. Johnsson kann jederzeit überraschend den Zorro-Trick einsetzen, sodass er für seine Gegner nur schwer kalkulierbar ist. Er verfügt aber auch über einen sehr harten und präzisen Schuss und wird bei GC sicherlich auch im Powerplay eingesetzt, in der vergangenen Saison eine der Schwächen der Zürcher. Für GC-Trainer Misini eröffnen sich mit dem Johnsson mehr Varianten in der Offensive, da bisher nur Natiflügel Laely als Rechtsausleger im Sturm zur Verfügung stand. Einen Grossteil der vergangenen Saison verpasste Johnsson nach einer Hüftoperation im vergangenen Sommer. GC-Clubarzt Fabian Schaller gab nach einem detaillierten Gesundheitscheck grünes Licht für eine Verpflichtung. Sowohl Athletiktrainer Nussbaumer als auch die GC-Physiotherapeuten werden aber intensiv mit Johnsson arbeiten, sodass er mindestens seinen Zweijahresvertrag bei GC erfüllen kann. Wie Riedi kann sich auch Johnsson ein längeres Engagement bei GC vorstellen.