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18.07.2001

YB schafft Ausgleich in der Nachspielzeit

GC – YB 1:1 (1:0)

Hardturmstadion, 7'800 Zuschauer. SR: Massimo Busacca – Tor: 42. Ippoliti 1:0, 90. Sermeter 1:1. - Gelbe Karten: 49. Vardanyan (Foul), 66. Tikva (Schwalbe), 67. Spycher (Foul). - Bemerkungen: GC ohne Berner, Huber, Denicola, Cabanas (alle verletzt), Bouba (Nati Senegal). – YB ohne Bochud, Coubadja (beide verletzt).

GC : Jehle; Haas, Hodel, Castillo, Smiljanic; Gerber (76. Joller), Spycher, Tararache, Nunez (86. Schwegler); Ippoliti, Chapuisat (64. Petric).

YB: Collaviti; Eugster, Malacarne, Vardanyan, Hänzi; Petosyan (56. Eseosa), Mitreski, Sermeter, Descloux; Fryand (56. Tikva), Berisha (73. Burr).

„Wir haben noch nicht die Stilsicherheit, die Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor, die Voraussetzungen, den Gegner über längere Zeit unter Druck zu setzen – so wie wir das in der Finalrunde praktiziert haben...“. GC-Trainer Bidu Zaugg brachte es nach dem Spiel auf den Punkt – und musste anfügen, „dass das Unentschieden für YB nicht unverdient war“... Obwohl der Ausgleichstreffer erst in der Nachspielzeit gefallen ist, obwohl der aufgrund eines (unnötigen) Fouls vor der eigenen Strafraumgrenze erst möglich geworden ist. Immerhin – Sermeter hatte den Freistoss herrlich getreten. Auch wenn der Ball in der „Goalieecke“ einschlug – haltbar war er wohl nicht.

GC hatte trotz verhaltenen Beginns gute Möglichkeiten, Tore zu erzielen, die längst zu einem komfortablen Sieg gereicht hätten. Nach einer Viertelstunde, z.B., als Nunez einen Freistoss aus 18 Metern knapp nebens Tor und vier Minuten später an die Querlatte setzte, aus ungefähr gleicher Entfernung. Oder nach einer halben Stunde, als Chapuisat von einem Stellungsfehler von Vardanyan profitierte, den Ball aber nicht an Hüter Collaviti vorbeibrachte. Oder in der 41. Minute, als Vandanyan bei einer Abwehr gegen Chapuisat im Strafraum die Hand zur Hilfe nahm – ohne dass der Unparteiische diese Aktion geahndet hätte. Eine Minute später wars dann aber endlich soweit: Tararache spielte in die Tiefe auf Chapuisat, dieser verlängerte gekonnt mit dem Aussenrist auf Ippoliti, Doppeltorschütze in der letzte Partie in Lugano, der erneut traf, mit einem flachen, präzisen Schuss in die Torecke.

In beiden Teams wurden nach gut einer Viertelstunde im zweiten Durchgang neue Offensivkräfte eingesetzt: Tikva für die Berner und Petric für GC. Und beide brachten neuen Schwung. Grosse Diskussionen setzte es in der 65. Spielminute ab, als Jehle gegen Tikva rettete, dieser zu Fall kam – und der Schiedsrichter das Spiel wohl unterbrach, aber nicht auf Penalty entschied – wie die Berner vehement forderten – sondern Tikva wegen einer „Schwalbe“ verwarnte. Ausgleichende Gerechtigkeit könnte man sagen, schliesslich hatte er in der ersten Hälfte die Hoppers um einen Penalty geprellt, als Chapuisat vor dem Strafraum gefoult wurde, Busacca die Vorteilregel anwandte, dann wurde aber auch Ippoliti „gefällt“, im Strafraum. Statt auf den Penaltypunkt zu zeigen, entschied der Schiri jetzt auf Freistoss und ahndete damit das vorangegangene Foul ausserhalb des Strafraums. Eine weitere grosse Möglichkeit für die Hoppers gabs in der 74. Minute, als Collaviti einen Petric-Schuss abwehrte, Nunez’ Nachschuss wieder in die Arme den YB-Goalies flog. Dann warens noch Ippoliti und Petric, die gut zehn Minuten vor Schluss Möglichkeiten vergaben.

Das bessere Ende hatten dann die aufopferungsvoll kämpfenden Berner für sich: in der Nachspielzeit konnten sie einen Freistoss aus 17 Metern verwerten, Sermeter tat dies sehr gut – und war in diesem Moment der glücklichste Spieler auf dem Platz. Für die Hoppers aber blieb nur, den verschenkten beiden Punkten nachzutrauern. Sie werden dieses Spiel schnell abhaken und am Samstag einen weiteren Anlauf nehmen müssen, um den geforderten Sieg gegen den FC Luzern, erneut vor eigenem Publikum, einfahren zu können.