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BEREIT FÜR DEN NÄCHSTEN SCHRITT
Foto: Marcel Walz

BEREIT FÜR DEN NÄCHSTEN SCHRITT

Erster nach der Qualifikation, Finalist im Schweizer Cup und erneut Vize-Schweizermeister: GC Beachsoccer blickt auf eine starke Saison zurück. Sektionsvorstandsmitglied und Leiter Beach Soccer Rico Keller spricht über zwei emotionale Finals, die Entwicklung der Mannschaft und darüber, was noch zum Titel fehlt.

Ein Team im Umbruch

Ein Titel sollte es sein. Mit diesem Ziel startete GC Beachsoccer in die Saison 2026. Einfach waren die Voraussetzungen allerdings nicht: Mit Patrick Rüttimann als neuem Spielertrainer, neuen Spielern und einem Wechsel bei Captain und Vize-Captain musste sich die Mannschaft zunächst neu finden.

Die Leistungsträger aus dem Vorjahr blieben, zwei Neuzugänge erhöhten den Konkurrenzkampf. Erstmals seit Jahren setzte GC zudem punktuell auf ausländische Verstärkung. Ein Schritt, der durchaus diskutiert wurde. Denn bei GC steht eine klare Philosophie im Zentrum: Alles für das Team. Jeder soll dazugehören, auch wenn er einmal weniger zum Einsatz kommt.

Die zusätzliche Erfahrung und Qualität erwies sich letztlich als Bereicherung. «Natürlich kann so etwas auch Unruhe in eine Mannschaft bringen», sagt Rico. Entscheidend sei gewesen, offen damit umzugehen und das gesamte Team mitzunehmen. Für Rico sind die Erfahrungen positiv und der eingeschlagene Weg soll weiterverfolgt werden.

Sportlich zeigte sich die Entwicklung schnell. GC spielte eine starke Meisterschaftsqualifikation und beendete diese auf dem ersten Platz.

Ein Cupfinal zuhause

Die erste grosse Chance auf einen Titel folgte Anfang August. Zum dritten Mal organisierte GC Beachsoccer einen Heimevent im Home of FIFA. Erstmals wurde dort der Schweizer Cup ausgetragen.

«Es war sehr cool, einen solchen Event mit unseren Partnern auf die Beine zu stellen», sagt Rico. Zahlreiche Gäste aus anderen GC Sektionen, Sponsoren und Partner waren dabei, rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den Final.

GC zog souverän durch Viertel- und Halbfinal und traf im Endspiel auf BSC 54. Nach einem umkämpften Spiel stand es 7:7. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschiessen, mit dem besseren Ende für die Badener.

Viel Zeit, die Enttäuschung zu verarbeiten, blieb nicht. Nur sechs Tage später stand bereits das Finalwochenende der Meisterschaft an. Im Nachhinein sieht Rico den engen Zeitplan kritisch. Die Mannschaft hatte viel Intensität und Emotionen in den Cupfinal investiert und musste beinahe unmittelbar wieder den Fokus auf die Meisterschaft richten. «Das Timing war sicher nicht optimal. Für die Zukunft müsste man schauen, dass zwischen diesen beiden wichtigen Wochenenden etwas mehr Zeit liegt.»

Noch einmal BSC 54

Trotzdem kämpfte sich GC mit einem 10:7 gegen die Winti Panthers in den Meisterschaftsfinal. Und wieder wartete BSC 54.

Die beiden Mannschaften treffen nicht nur als Gegner aufeinander. Je vier Spieler gehören auch der Schweizer Nationalmannschaft an und trainieren während des Jahres gemeinsam. Aus Gegnern werden so regelmässig Teamkollegen. Das dämpfe bei einigen die Rivalität, erzählt Rico. Nicht so bei ihm: «Bei mir ist die Rivalität sicher vorhanden», sagt er lachend.

Nach der knappen Niederlage im Cup wollte GC die zweite Chance unbedingt nutzen. Doch diesmal geriet die Mannschaft früh mit 0:4 in Rückstand und verlor schliesslich mit 5:8. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage fehlte wenig zum nationalen Titel.

Erfahrung für die entscheidenden Spiele

An der Qualität seiner Mannschaft zweifelt Rico nicht. Den entscheidenden Unterschied zu BSC 54 sieht er vor allem in der Erfahrung. Einige GC Spieler bringen bereits viel Erfahrung auf höchstem Niveau mit, andere sind erst seit wenigen Jahren im Beachsoccer aktiv. Gerade in den entscheidenden Spielen könne das einen Unterschied machen.

«Von der Qualität her sind wir mindestens auf Augenhöhe. Ihnen hilft aber die Erfahrung in solchen Big Games», sagt Rico. Genau dort will GC ansetzen. Die Fitness soll weiter verbessert werden und auch internationale Spiele sollen der Mannschaft künftig zusätzliche Erfahrung auf hohem Niveau bringen.

Unmittelbar nach den beiden Finals überwog bei Rico die Enttäuschung. Mit etwas Abstand sieht das anders aus. Besonders stolz ist er auf das Team, das in den vergangenen Jahren entstanden ist. Die Spieler stehen beinahe täglich miteinander in Kontakt und der Zusammenhalt reicht weit über den Sand hinaus.

Für Rico ist genau das ein wichtiger Teil von GC Beachsoccer. Erfolg ist das Ziel, aber nicht um jeden Preis. Die Mannschaft und das gemeinsame Erlebnis stehen im Zentrum.

Dabei vergisst er auch das Umfeld nicht. Ohne die vielen Menschen, die GC Beachsoccer unterstützen, wäre all das nicht möglich. Sein Dank gilt den Sponsoren und Partnern, der Fussballsektion, dem Gesamtverein und nicht zuletzt den Familien und dem Umfeld der Spieler.

Der Titel blieb GC in diesem Sommer zwar noch verwehrt. Nach Platz eins in der Qualifikation und zwei Finalteilnahmen ist für Rico aber klar, wohin die Reise gehen soll: «Wir haben das Zeug dazu. Dieser Titel wird kommen.»

Isabel Coret

  • GC Beachsoccer blickt auf eine starke Saison mit zwei Finalteilnahmen zurück. Foto: Marcel Walz
  • Gleich zweimal hiess der Finalgegner BSC 54: im Cup und in der Meisterschaft. Foto: Marcel Walz
  • Der Zusammenhalt reicht bei GC Beachsoccer weit über den Sand hinaus. Foto: Marcel Walz
  • GC Beachsoccer will künftig auch international zusätzliche Erfahrung sammeln. Foto: Marcel Walz
  • Rico: «Wir haben das Zeug dazu. Dieser Titel wird kommen.» Foto: Marcel Walz